The Dexterity Test

1970 · Manual Dexterity Pegboard · Werk 860 von 1.871

A small office in Athens at midday, on a plain wooden table a flat wooden box twenty-two centimetres long with a frame of pale reddish figured plywood, its lid slid half open, on top a matt grey steel plate with fifteen cut-out shapes in three rows, crosses, steps, hooks and angles, some already filled with matching small metal blocks, in the open compartment a heap of further angular metal pieces, the slender hands of a woman in the dark blue sleeves of a cotton blouse setting a small metal cross into its opening, at the edge a man's hand in a grey suit sleeve holding a stopwatch turned away, light through slatted blinds.

Wofür es benutzt wurde
Der Purdue Pegboard ist ein Steckbrett zur Prüfung der Handfertigkeit, gemacht für die Auswahl von Bewerbern. Die Fachzeitschrift Occupational Medicine schreibt, der Purdue Pegboard sei 1948 von Joseph Tiffin an der Purdue University entworfen worden, um die Handfertigkeit von Bewerbern für Fließbandarbeit zu bewerten, und erst später in Rehabilitation, Neuropsychologie und Arbeitsmedizin übernommen worden. Das Handbuch des Herstellers nennt die Personalauswahl als Zweck und verlangt, den Test allen Bewerbern nach dem genormten Verfahren vorzulegen. Der Aufbau: ein Brett mit 2 Reihen von je 25 Löchern, 50 Stifte, 40 Unterlegscheiben; 4 Teilprüfungen - rechte Hand, linke Hand, beide Hände, je 30 Sekunden, dazu eine Montage über 1 Minute, bei der eine Einheit aus Stift, Scheibe, Hülse und zweiter Scheibe besteht.
Was daran neu war
Der erste Test seiner Art war er nicht; älter ist etwa der Fingerfertigkeitstest, den Johnson O'Connor in einem 1922 begonnenen Prüfprogramm fast allen 3.000 Beschäftigten von General Electric vorlegte. Kennzeichnend ist, dass er in einem Gerät neben der Fingerspitzenfertigkeit auch die grobe Hand- und Armbewegung erfasst - das Buros-Zentrum unterscheidet genau diese 2 Fähigkeiten -, und zwar über die vierte Teilprüfung, die statt bloßem Umstecken eine vierteilige Montage unter Zeitdruck verlangt. Der Widerhaken liegt darin, dass in der Halbleitermontage genau diese Eigenschaft nicht gemessen, sondern an Herkunft und Geschlecht abgelesen wurde: Rachel Grossman zitiert eine malaysische Werbeschrift, nach der die Handfertigkeit der orientalischen Frau weltberühmt sei und niemand von Natur und Vererbung besser für das Montageband geeignet sei. Vivian Lin notiert, dass mit der Mechanisierung die Vorgabe nicht mehr an die Fingerfertigkeit eines Menschen, sondern an die Maschine gebunden war.

Was die Quellen offenlassen: Ein Einsatz des Purdue Pegboard oder eines anderen Fingerfertigkeitstests bei der Einstellung in der Halbleitermontage ist nicht belegt; die durchsuchten Quellen nennen Augentest, Röntgen, Untersuchung und Schwangerschaftstest, aber keinen Fingerfertigkeitstest. Das Entstehungsjahr ist unscharf: 1948 bei Occupational Medicine, in den 1940er Jahren im Handbuch des Herstellers, Veröffentlichungszeitraum ab 1941 beim Buros-Zentrum.

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