A gowning room at the entrance of a microelectronics factory in southern England, on a steel rail a row of hanging clean-room smocks of pale blue slightly glossy fabric with a fine dot pattern, each with a stand-up collar, a central zip and an elastic hem, beside them pale blue hoods with shoulder capes and a rectangular face opening, on a white bench folded pale blue trousers, white nylon gloves and pale blue overshoes, a person in a pale blue smock seen from behind pulling a hood down over the head, behind a glass door a corridor glowing amber yellow, white walls, bright fluorescent light from above.
Wofür es benutzt wurde
Der Reinraumanzug schützt nicht den Menschen vor dem Raum, sondern den Raum vor dem Menschen. Der Reinraumbauer Schilling Engineering gibt an, dass ein Mensch im Stand in Baumwollkleidung über 800.000 Partikel größer als 0,5 Mikrometer je Minute abgibt, beim gemächlichen Gehen etwa 35 Millionen je Minute, und im Reinraumoverall mit Augenschutz im Stand noch etwa 10.000 je Minute. Ein Niesen setzt nach derselben Darstellung bis zu 1,4 Millionen Partikel frei. Die Kleidung ist damit kein Zubehör der Fertigung, sondern ein Teil von ihr.
Was daran neu war
Kennzeichnend ist, dass die Anforderungen an die Reinheit von der Strukturbreite getrieben werden, nicht von der Hygiene. Die Computerwoche schrieb am 13. Februar 1987 über den Siemens-Speicher mit 1,2 Mikrometer Strukturfeinheit, die Luftfilterung müsse deutlich verbessert werden, da kleinere Partikel die Ausschussraten stark erhöhten. Der Widerhaken: Die meisten der kleinen, unsichtbaren Partikel, die ein Produkt verunreinigen können, stammen nach Schilling vom Menschen - also von der Person, die den Wafer bedient. Der Anzug senkt ihren Ausstoß laut Schilling von 800.000 auf etwa 10.000 Partikel je Minute, beseitigt ihn aber nicht.
Was die Quellen offenlassen: Die Partikelzahlen stammen von der heutigen Seite eines Reinraumbauers, nicht aus einer Messung von 1980; eine Quelle mit Messwerten aus dieser Zeit wurde nicht gefunden. Einen Anteil der vom Menschen verursachten Verunreinigung in Prozent nennt die Seite nicht. Ein bestimmtes Kleidungsmodell oder einen Hersteller belegt dieser Eintrag nicht.