The Third Maker

1983 · Korean 64K DRAM · Werk 873 von 1.871

A test room in a semiconductor plant in Korea under soft yellow light, on a stainless steel table a round silicon wafer about ten centimetres across standing upright in a clear acrylic holder, dark violet-grey with a fine grid of rectangular chip fields, in front of it on a clear acrylic block two packaged chips two centimetres long, a black plastic one with silvery legs and a pale ceramic one with a gold lid and gold legs, both plain smooth and unmarked, a hand in a white glove setting down a third chip with a slim vacuum wand, a grey test cabinet soft behind.

Wofür es benutzt wurde
Samsung Electronics stieg 1983 in den freien Markt für DRAM-Speicher ein und baute dafür kein eigenes Bauelement, sondern eines in Lizenz. Ein Arbeitspapier des Berkeley Roundtable on the International Economy hält den Ablauf fest: Im Juni 1983 lizenzierte Samsung einen DRAM-Entwurf von Micron Technology, nachdem unter anderem Texas Instruments, Motorola, NEC und Toshiba angesprochen worden waren; das Prozess-Know-how kam von Sharp. Im November 1983 war der 64-K-DRAM entwickelt, Mitte 1984 lief die Serienfertigung an, im Oktober 1984 begann der Export in die USA und nach Europa. Die Exporterlöse betrugen 5,5 Millionen US-Dollar im Jahr 1984 und 12,4 Millionen 1985.
Was daran neu war
Neu war nicht das Bauelement, sondern dass es überhaupt gelang. Nach demselben Arbeitspapier beherrschte Samsung mehr als 300 Fertigungsschritte bis auf 8 Schlüsselschritte und nahm diese Hürde erst, nachdem 3 Fachleute hinzugekommen waren, die in den USA am 64-K-Projekt gearbeitet und bei Micron geschult worden waren - der entscheidende Transfer lief über Personen, nicht über Papier. Der Widerhaken: Samsung traf den Markt genau im Absturz. Der Preis des 64-K-DRAM fiel laut derselben Quelle von etwa 3 US-Dollar im Jahr 1984 auf etwa 0,20 US-Dollar 1985; Millionen Dollar Konzerngeld flossen in die Halbleitersparte, und viele Konzernfirmen gerieten in Geldnot.

Was die Quellen offenlassen: Der Titel spricht vom dritten Hersteller; dass Korea nach den USA und Japan das dritte Land mit eigener DRAM-Fertigung gewesen sei, war in den geöffneten Quellen nicht zu belegen und steht deshalb nicht im Text. Samsungs eigene Unternehmensseite nennt kein Datum für den 64-K-DRAM, sondern setzt die Serienfertigung des 256-K-Speichers "etwa 7 Monate" nach der Entwicklung des 64-K-DRAM an.

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