The Incoming Inspection

1985 · Japanese 256K DRAM · Werk 875 von 1.871

An incoming inspection bench at a computer maker in California, on a grey antistatic tabletop rows of identical dark ceramic chips in strips of black foam, all plain smooth and unmarked, in the middle one chip in a test socket under a ring lamp, a dark purple-brown ceramic body nineteen millimetres long with eight gold-plated slightly tarnished legs on each side, its lid cut away, a gold frame around the open cavity, inside a silvery rectangular die divided into four bright fields by a central strip, fine bond wires at both short ends, a hand holding tweezers above it, a grey test cabinet with plain smooth panels soft behind.

Wofür es benutzt wurde
Rechnerhersteller prüften angelieferte Speicherbausteine elektrisch nach, bevor sie auf Leiterplatten gingen. Was eine solche Prüfung zutage fördern konnte, zeigte Richard W. Anderson von Hewlett-Packard am 24. März 1980 auf einer EIA-Konferenz: nach der Darstellung des Herausgebers John Minck im Vorwort zu Andersons Erinnerungen eine Untersuchung von über 300.000 DRAMs amerikanischer und japanischer Lieferanten, bei der japanische Ware die Eingangsspezifikationen "up to 5 times better than the US" erfüllte und im Feld "up to 10 times more reliable" war. Die OTA-Studie von 1990 nennt in Tabelle C-1 Ausfallraten von 16-K-DRAMs, Einheit dort "parts per million": 0,24 bei japanischen gegen 1,00 bei amerikanischen Anbietern für 1978, und 0,05 gegen 0,02 für 1982.
Was daran neu war
Beim 256-K-Speicher von 1985 verschob sich, wonach überhaupt gesucht wurde. Nicht die Qualität der Lieferung wurde zum Gegenstand der amtlichen Prüfung, sondern ihr Preis: Das US-Handelsministerium eröffnete am 11. Dezember 1985 von sich aus - ohne Antrag eines Unternehmens - ein Antidumpingverfahren zu DRAM von 256 K und mehr aus Japan und schätzte die Dumpingspanne für Juni bis Oktober 1985 auf 33 Prozent. Der Index der Kontraktpreise eingeführter 256-K-DRAM an Erstausrüster fiel laut US-Handelskommission von 100 im September/Oktober 1984 auf bis zu 7 im November 1985. Der Widerhaken: Die US-Auslieferungen eingeführter japanischer 256-K-DRAM stiegen zugleich von 10,6 Millionen Stück 1984 auf 28,0 Millionen von Januar bis September 1985, ihr Anteil am sichtbaren US-Verbrauch aller DRAM von 3,7 Prozent (Januar bis September 1984) auf 16,9 Prozent (Januar bis September 1985) - während Mostek im Oktober 1985 stillgelegt wurde und Intel sich aus dem Standardmarkt für 256-K-DRAM zurückzog.

Was die Quellen offenlassen: Die OTA-Tabelle C-1 bezeichnet ihre Einheit als "parts per million"; bei Werten um 1 ist das zweifelhaft, die Einheit ist hier deshalb mit Anführungszeichen wiedergegeben und nicht umgerechnet. Andersons Zahlen stehen im Vorwort des Herausgebers John Minck zu Andersons Erinnerungen und betreffen 1980, nicht 1985. Eine Quelle, die Wareneingangsprüfung von 256-K-DRAM in einem bestimmten Betrieb 1985 beschreibt, wurde nicht gefunden.

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