The MEGA Wafer

1987 · One-Megabit DRAM Wafer · Werk 877 von 1.871

A materials table outside the clean room of a chip factory in Regensburg under soft yellow light, a round box of milky translucent plastic with fine spoke-shaped ribs radiating across its lid, the lid lifted by a hand in a thin latex glove, inside it a round silicon wafer about fifteen centimetres across with a fine pale greenish-grey grid of rectangular chip fields shimmering in the light, the lid plain smooth and unmarked, beside it a stack of four identical closed boxes, a pale grey laminate tabletop, a stainless steel pass-through hatch in a bare white wall behind.

Wofür es benutzt wurde
Mit dem Unternehmensprojekt Mega wollte Siemens eigene Speicherchips der jeweils neuesten Generation bauen. Die Computerwoche berichtete am 13. Februar 1987, der 1-MBit-DRAM brauche eine Strukturfeinheit von 1,2 Mikrometern und belege 54 Quadratmillimeter, die Massenfertigung in Regensburg solle in diesem Jahr anlaufen. Sie nennt für das Vorhaben 1,7 Milliarden DM Investitionen, 800 Millionen DM für Forschung und Entwicklung und 240 Millionen DM staatliche Subvention. Das Heinz Nixdorf MuseumsForum hält fest, dass Siemens zunächst mit Philips zusammenarbeitete und ab 1985 mit einer fernöstlichen Firma, und dass in Regensburg Anfang 1987 mit Know-how von Toshiba gefertigt wurde.
Was daran neu war
Gekauftes Wissen war hier die Methode, nicht die Ausnahme: Siemens hatte das Know-how von Toshiba zugekauft und konnte laut Computerwoche dennoch im Februar 1987 noch keine 1-MBit-Speicher in Serie fertigen. Der Widerhaken steht in derselben Meldung: Das Projekt werfe keinen Profit ab und diene vor allem dem Einstieg in die Logik-Chip-Technik; Insidern zufolge habe Siemens im Speichermarkt schon vor dem Regensburger Start keine Kostendeckung mehr erreicht. Wie weit Siemens zurücklag, zeigt das Umfeld: Laut HNF kündigte IBM am 18. April 1986 die Fertigung von Ein-Megabit-Chips an - mit Plättchen von 7,7 mal 10,5 Millimetern und sich selbst als erstem Abnehmer -, und japanische Unternehmen hatten noch früher begonnen.

Was die Quellen offenlassen: Die Aussage zur fehlenden Kostendeckung gibt die Computerwoche ausdrücklich als Angabe von Insidern wieder; diese Abschwächung ist übernommen. Stückzahlen des Siemens-1-MBit-DRAM nennt keine der geöffneten Quellen.

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