A chip test room in Santa Clara in California late at night, on a bench a test board of green fibreglass with a single low socket, in it a small chip two centimetres long of white ceramic marbled with pale blue-grey, a matt gold lid in its middle, sixteen short gold legs, plain smooth and unmarked, a flat grey cable to a tall grey test rack with a column of small glowing red lamps, a coil of yellow paper tape with rows of small round holes, a hand in a white shirt sleeve holding fine tweezers at the chip, a single desk lamp with a warm pool of light, the window behind black.
Wofür es benutzt wurde
Der 4004 war das Rechen- und Steuerwerk des MCS-4-Satzes und entstand als Auftragsarbeit für Busicoms Druckrechner 141-PF: Anfrage April 1969, der Vierchipsatz Anfang 1971 fertig (Intel). Zur Familie gehörten nach IEEE Spectrum der 4001 mit 256 Byte Programmspeicher, der 4002 mit 40 Byte Datenspeicher, der 4003 als Schieberegister für Ein- und Ausgabe und der 4004 als CPU. Das Computer History Museum nennt 2.300 Transistoren in einem günstigen 16-poligen Gehäuse, das 4004-Projekt der Restauratoren nennt 740 kHz Takt. Nach dem IPSJ-Museum kaufte Intel die Verkaufsrechte zurück und begann im November 1971 mit dem offenen Verkauf.
Was daran neu war
Was er konnte: Befehlsentschlüsselung, Rechenwerk und Programmzähler eines 4-Bit-Rechners lagen auf einem Plättchen, das sein Verhalten aus einem äußeren ROM bezog, statt für eine Aufgabe verdrahtet zu sein. Allein war der 4004 nicht: das Computer History Museum führt neben dem 4004 den AL-1 von Lee Boysel bei Four-Phase (1969, 8-Bit-CPU-Scheibe, auf 32 Bit erweiterbar) und den MP944 von Garrett AiResearch (1970, 6 Chips für den Luftdatenrechner der F-14A) auf. Ray Holts Aufsatz dazu wurde 1971 zur Veröffentlichung angenommen, aus Geheimhaltungsgründen zurückgezogen und erst 1998 freigegeben. Wer als erster gilt, hängt also daran, ob man die ganze CPU auf einem Chip verlangt oder auch CPU-Scheiben und Chipsätze zählt.
Was die Quellen offenlassen: Die Transistorzahl schwankt: 2.300 bei IEEE Spectrum und am Computer History Museum, 2.200 bei EEJournal (dort im Vergleich zum 8008). Beide Quellen zählen dasselbe Bauteil, die Differenz ist nicht aufgelöst; im Text steht 2.300. Einen Preis des 4004 nennt keine der geprüften Seiten.