1974 · Microprocessor Prototype Board · Werk 888 von 1.871
A development laboratory near Phoenix in Arizona, a hand in a short white shirt sleeve lifting a grey-green plug-in circuit card from a card frame by its loop of white cloth tape, the card seventeen centimetres long with gold contact fingers along one edge and a field of fine holes, on it five chips in coloured sockets, a white ceramic chip with a small gold plate in a turquoise socket, the largest a dark grey chip with a blank cream paper tag in a red-brown socket, another in a blue socket, every chip plain smooth and unmarked, short white wire links, through slatted blinds bright desert light and a tall saguaro cactus.
Wofür es benutzt wurde
Prototypplatine des Motorola M6800. Das Computer History Museum beschreibt das Objekt 102711296 knapp als "a Motorola 6800 prototype board (1974)", 5 mal 1 mal 6 1/2 Zoll, Geschenk von Thomas H. Bennett (nach dem Chip Letter Chefarchitekt des 6800), und führt als Teilenummern MPU XC 6800, RAM XC 6810 und PIA XC 6829. Zum Ablauf der Entwicklung sagt der Chip Letter: das Layout begann Ende 1972, erste laufende Teile kamen im Februar 1974, bei einigen Befehlen noch fehlerhaft; angekündigt im März 1974, in volle Fertigung ging der 6800 erst im November 1974. Die Gruppe um Bennett zählte etwa 17 Personen.
Was daran neu war
Was der 6800 konnte, was die Konkurrenz nicht konnte: mit einer einzigen Spannung von 5 V arbeiten, wo andere 5, -5 und 12 V brauchten (Chip Letter). Dazu 2 Akkumulatoren von 8 Bit und ein Indexregister von 16 Bit; das Laden einer 8-Bit-Konstante kostete 2 Takte gegen 7 beim 8080, dafür fehlte dem 6800 die 16-Bit-Addition, die der 8080 hatte. Eine vom Chip Letter zitierte Motorola-Anzeige vom April 1975 nennt die M6800-Familie - Speicher, Parallelbaustein 6820, Serienbaustein 6850, Modembaustein 6860 - die erste LSI-Familie, die als zusammengehöriger Baukasten entworfen wurde; das ist Werbesprache. Das Steuerwerk war zunächst als PLA geplant, zu langsam und wurde durch eine ROM-Dekodierung mit Zustandszähler ersetzt.
Was die Quellen offenlassen: Der Museumseintrag sagt nichts darüber, wie die Platine benutzt wurde, und nennt keine Gruppe; ein Verwendungszweck wird hier deshalb nicht behauptet. Die Teilenummer PIA XC 6829 steht so im Katalog; der Chip Letter führt den Parallelbaustein der Familie als 6820. Ob es dasselbe Bauteil ist, sagt keine der beiden Quellen.