The Eraser Lamp

1974 · UV-Erasable EPROM · Werk 889 von 1.871

An electronics workshop in California on a foggy morning, on the bench an open black hard-shell case with an aluminium rim, its lid lined with white foam blocks, in its black lower panel two green sockets with small levers and a cream-white key pad with plain smooth keys, at the left a long cream-white box with vents, its small round viewing hole giving a cold blue glow, on black foam in front three white ceramic chips three centimetres long with a small square quartz window framed in gold, the tiny crystal shimmering beneath, plain smooth and unmarked, a hand in a pale blue shirt sleeve laying a fourth chip beside them with tweezers.

Wofür es benutzt wurde
Ultraviolettlampe zum Löschen von EPROMs. Tom McHugh beschreibt im Interview den Arbeitsgang bei Dave Nutting Associates: Dave Nutting zeichnete auf, was auf dem Bildschirm erscheinen sollte, McHugh übersetzte das in Hexadezimalzahlen und daraus in eine Bytetabelle, die ins EPROM ging; Jeff Fredricksen besorgte das Schwarzlicht, mit dem die EPROMs gelöscht wurden. Gelöscht wird nach All About Circuits mit ultraviolettem Licht von 253,7 nm durch das Quarzfenster auf das Plättchen, üblicherweise 10 bis 30 Minuten lang, und immer der ganze Chip: einzelne Bits oder Bytes lassen sich nicht löschen. Danach soll das Bauteil vor dem erneuten Programmieren ruhen.
Was daran neu war
Was das Bauteil konnte: Daten ohne Strom halten und sich doch wieder freimachen lassen. Das Smithsonian nennt das 1702A den ersten nichtflüchtigen, elektrisch programmierbaren, mit UV löschbaren Festspeicher. Nach Intels eigener Darstellung stammt die Erfindung aus einem Fehler: Dov Frohman untersuchte ab Herbst 1969 Zuverlässigkeitsprobleme des Speichers 1101 und fand, dass das Siliziumdioxid Elektronen aufnahm und Ladung hielt - was das Bauteil störte, ließ sich zum Speichern nutzen. Intel sah darin zunächst ein Werkzeug für Entwickler, das die Entwurfszeit eines Chipmusters von Tagen oder Wochen auf Stunden senkte; daraus wurde ein Geschäft, das bis in die 1980er Jahre neben dem Mikroprozessorgeschäft wuchs.

Was die Quellen offenlassen: Das Werkjahr 1974 lässt sich keinem Bauteil meiner Quellen zuordnen: Intel nennt die Einführung des EPROM 1971 und den Prototypvortrag auf der Solid-State Circuits Conference im Februar 1971, das Smithsonian datiert sein 1702A auf 1972, All About Circuits das 2708 auf "around 1975". Welches Gerät das Werk zeigt, bleibt damit offen. McHugh schildert die Arbeit an Gun Fight, das die Einleitung des Interviews auf November 1975 datiert.

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