The Mason Jar

1975 · Low-Cost 8-Bit Microprocessor · Werk 890 von 1.871

A hotel suite in San Francisco turned into a trade fair stand, on a table under a white linen cloth two large clear glass preserving jars with plain metal screw lids, filled to the brim with hundreds of small dark chips with two rows of silver legs, every chip plain smooth and unmarked, an open grey cash box, a woman's hand in a patterned dress sleeve reaching in from the left edge and dropping one chip into an open hand in a dark suit sleeve reaching in from the right edge, both people outside the frame, a patterned red and gold carpet, tall windows with heavy curtains, warm light from a crystal chandelier.

Wofür es benutzt wurde
8-Bit-Prozessor von MOS Technology, verkauft an Entwickler und Bastler. CPU Shack und der Chip Letter berichten denselben Vorgang: auf der WESCON am 16. September 1975 in San Francisco waren Verkäufe in der Halle verboten, also schickte Chuck Peddle die Besucher in ein Hotelzimmer gegenüber, wo der Chip 25 USD kostete; für den 6501 waren 20 USD vorgesehen. CPU Shack schreibt, zur Schau gestellte Gläser voller Chips sollten laufende Serienfertigung vortäuschen, während unten im Glas Ausschuss lag. Intels 8080 und Motorolas 6800 kosteten nach All About Circuits damals etwa 175 bis 200 USD. Verwendet wurde der 6502 später in Apple I und II, Commodore PET, VIC-20 und C64, im Atari 2600 (als 6507), im NES (Ricoh-Ableitung) und im BBC Micro.
Was daran neu war
Was er konnte: nach All About Circuits dieselbe Arbeit mit etwa 4.500 Transistoren, 25 bis 40 Prozent weniger als die Mitbewerber (der Chip Letter nennt 3.500 gegen 4.100 beim 6800), daher kleinere Plättchen und niedrigere Kosten je Scheibe - 25 USD statt etwa 175. CPU Shack nennt als Verfahren 8-µm-Depletion-NMOS gegen den 6-µm-Enhancement-Prozess des 6800. Der 6501 war anschlussgleich zum Motorola 6800, hatte aber einen anderen Befehlssatz; der 6502 nutzte fast denselben Maskensatz, brachte den Oszillator auf den Chip und wich im Anschlussplan leicht ab. "Erster billiger Mikroprozessor" wäre zu viel: CPU Shack betont, dass 6501 bis 6505 gleichzeitig entwickelt wurden und der 6502 keine erzwungene Neuauflage war.

Was die Quellen offenlassen: Der Widerhaken ist gut belegt: der Chip Letter zitiert einen Bericht aus Microcomputer Digest vom Dezember 1975 über Motorolas Klage in Philadelphia; MOS zahlte 200.000 USD, gab den 6501 auf, gab mitgenommene Unterlagen zurück und kreuzlizenzierte Patente - der 6501 war entworfen, gebaut und beworben, aber nie verkauft. Motorola senkte den 6800 von 175 auf 69 USD. Stückzahlen nennt keine Quelle.

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