The Elektronika S5

1975 · Soviet General-Purpose Microcomputer · Werk 892 von 1.871

A microcomputer on a grey steel table in a testing hall near Leningrad in winter, a flat wide instrument case sixty centimetres across, its top a pale blue sheet-steel hood with two rows of copper-brown connectors, the front a plain smooth black panel with a row of sixteen small lamps, several glowing orange, below them two rows of plain beige rectangular keys, one blue and one red key at the left, a block of sixteen plain beige keys at the right, a hand in a dark blue work-coat sleeve pressing a beige key, a grey cable bundle running to a steel rack of plain smooth panels, tall windows with pale winter light.

Wofür es benutzt wurde
Sowjetische Mikrorechnerreihe, die der Habr-Aufsatz mit einem Zitat aus sowjetischen Unterlagen als "комплекс средств цифровой автоматики массового применения" beschreibt: Messwerterfassung, Prozesssteuerung und Messsysteme. Forschungsinstitute setzten sie zum Automatisieren von Versuchen ein, Betriebe zum Steuern von Anlagen, Hochschulen für den Programmierunterricht; die Einplatinenausführungen von 260 mal 280 mm dienten als eingebaute Steuerungen in Messgeräten und Laboraufbauten. Prozessor, Speicher, Bus und Ein-/Ausgabe entwarf das Leningrader LKTB des Verbunds "Светлана", Befehlssatz und Betriebssystem entstanden auf einer BESM-6, die Struktur unter Mitwirkung des Kiewer Instituts für Kybernetik. Maslenikow datiert das S5-01 auf Dezember 1975.
Was daran neu war
Kennzeichnend war 16 Bit auf einer Bausteinreihe, die nach dem Habr-Aufsatz eigens für diesen Rechner entworfen und bei "Светлана" in Leningrad gefertigt wurde: die Reihe 536, in 24-poligen Metall-Glas- und 48-poligen Metall-Keramik-Gehäusen. Maslenikow nennt das S5-01 die erste sowjetische 16-Bit-Mikrorechenanlage und urteilt, sie habe im Systementwurf hinter den gerade erschienenen amerikanischen Gegenstücken nicht zurückgestanden - das ist seine Bewertung. Der einheitliche Bus zwischen den Platinen gilt dem Habr-Aufsatz für die sowjetische Industrie der 1970er Jahre als "довольно-таки революционной"; das ist eine Aussage über den Entwurfsweg, nicht über Priorität.

Was die Quellen offenlassen: Dünn: Stückzahlen, Preis, Gewicht und Leistungsaufnahme nennt keine meiner Quellen. Der Habr-Aufsatz beschreibt überwiegend die späteren S5-11, S5-12 und S5-41 und nennt für das S5-41 den Prozessor K1801WM1 mit 5 MHz; diese Werte gelten nicht für das S5-01 von 1975 und bleiben deshalb weg. Die Museumsseiten des ICFCST Kiew waren nicht erreichbar.

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