1975 · 16-Bit Single-Chip Microprocessor · Werk 893 von 1.871
A development office in Japan on a summer evening, on a grey steel desk a large green circuit board with rows of small black chips, in its centre a long flat almost black ceramic package five centimetres long with twenty gold legs on each side and a matt silver-grey square metal lid, plain smooth and unmarked, seated in a wide grey test socket with a small lever, a hand in a short white shirt sleeve pressing the lever down, a white porcelain teacup, a pencil, a sliding window of frosted glass, warm low evening light from the left.
Wofür es benutzt wurde
Der MN1610 war ein 16-Bit-Mikroprozessor auf einem Chip, den PANAFACOM entwickelte - ein japanisches Gemeinschaftsunternehmen, aus dem 1987 PFU wurde. Das IPSJ-Computermuseum nennt den Ablauf: angekündigt als PANAFACOM-16A im April 1975, fertiggestellt im August 1975, gezeigt auf der WESCON 1975 in San Francisco und bei der IEEE in Toronto, Takt 2 MHz. Eingebaut war er in den Lernbausatz Lkit-16 vom März 1977, 98.000 Yen für die Grundeinheit: Tastenfeld mit 48 Tasten für die Einschritt-Assemblereingabe, Einzelschrittbetrieb und Haltepunkte, Kassettenanschluss, Tiny BASIC, 1 KW ROM und 0,5 KW RAM im Grundausbau.
Was daran neu war
Das IPSJ-Computermuseum nennt den MN1610 den ersten 16-Bit-Mikroprozessor auf einem Chip aus Japan und hält fest, dass er im selben Jahr erschien wie die ersten der Welt. Was er konnte, beschreibt dieselbe Seite am Vergleich: gegenüber den älteren 8-Bit-Mikrorechnern etwa die doppelte Geschwindigkeit bei etwa 60 Prozent des Speicherbedarfs. Das Museum nennt als Zweck des Lkit-16, 16 Bit bekannt zu machen, während 8-Bit-Rechner das Übliche waren.
Was die Quellen offenlassen: Nur eine Quelle, und sie beschreibt vor allem den Bausatz von 1977, den Chip von 1975 nur knapp; Stückzahlen und Preis des MN1610 selbst nennt sie nicht. Welche anderen Geräte den MN1610 trugen, ist hier nicht belegt. Die vom Museum genannten Speichergrößen gehören zum Lkit-16, nicht zum Prozessor. Ob der MN1610 weltweit zu den ersten zählte, lässt die Quelle offen; sie nennt ihn nur den ersten aus Japan.