The Computer Till

1977 · Microprocessor Point-of-Sale Terminal · Werk 899 von 1.871

A checkout in a self-service hypermarket in Karlsruhe, an angular cash terminal in bright orange on a dark grey base plate, at its upper left a small slanted viewing window in a grey frame, below it a narrow black slot and a small key lock, at its upper right a black display field with a narrow strip of dark red glow, a slanted black keyboard with plain light grey keys, a cashier's hand in a pale blue nylon overall sleeve turning a small key in the lock, a plain white paper strip curling out of the slot, a black rubber conveyor belt with apples and a round loaf of bread.

Wofür es benutzt wurde
Das Heinz Nixdorf MuseumsForum führt die Nixdorf Computerkasse 8812/1 der Nixdorf Microprocessor Engineering GmbH, Berlin, Produktionszeit 1977 bis 1986, 41,65 kg, 33,5 x 52 x 55,5 cm. Sie ist laut Museum "die Nachfolgerin der Computerkasse 710" und vereinte Bedieneranzeige, Tastatur und Drucker in einem Gehäuse; der Drucker trennte Bon- und Journaldruck, später kam ein 8-Zoll-Diskettenlaufwerk im Beistellgehäuse hinzu. Die Vorgängerin 710 erfasste die Verkaufsdaten am Entstehungsort auf Magnetband-Kassetten; ein zentraler Preisspeicher erlaubte es, an der Kasse nur die Artikelnummer einzugeben. Zu den ersten Kunden der 710 zählt das Museum Photo Porst, Hettlage, Kaufhof und Wienerwald.
Was daran neu war
Das Museum datiert den Einschnitt auf das Vorgängergerät: "1972 integrierte Nixdorf mit dem System 710 erstmals einen Computer in ein Kassensystem", IBM habe ein Jahr später ein elektronisches Kassensystem auf den Markt gebracht. Die 8812 machte das stellflächentauglich: aus 63 kg der 710 wurden 41,65 kg. Der Widerhaken steckt im zentralen Preisspeicher. Eingetippt wurde nur noch die Artikelnummer, den Preis wusste der Rechner - die Kasse kannte die Ware ab da besser als die Person, die sie kassierte.

Was die Quellen offenlassen: Der Titel ist nicht eindeutig; zugeordnet wurde die Nixdorf Computerkasse, weil Hersteller, Bezeichnung und Jahr 1977 passen. Das HNF-Objektblatt nennt keinen Prozessortyp - "Microprocessor" steckt nur im Firmennamen. 1977 ist Produktionsbeginn, das Objektjahr der Sammlung lautet 1978. Die Prioritätsaussage zu 1972 trägt allein das HNF.

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