The 8086

1978 · 16-Bit Microprocessor · Werk 902 von 1.871

A burn-in room in a chip plant in California at night, a tall oven cabinet of grey enamelled steel with its heavy door swung open and warm air shimmering out, inside it a stack of horizontal green circuit boards on steel runners, each board set with eight rows of long narrow chips five centimetres long of dark grey-brown ceramic with forty silver legs, every chip plain smooth and unmarked, hands in thick white heat-proof gloves sliding one more loaded board into the rack, a steel trolley with further boards beside, a row of identical closed ovens along a bare cream wall, cool fluorescent light from above.

Wofür es benutzt wurde
Der 8086 war Intels 16-Bit-Mikroprozessor für Systeme, die mehr Speicher brauchten, als die 8-Bit-Generation adressieren konnte. Stephen Morse, der die Architektur entwarf, nennt als Vorgaben mindestens 128 KB Adressraum und "8080 compatible (whatever that meant)". Herausgekommen sind bis zu 1 MB über 20-Bit-Adressen, eingeteilt in Segmente von je 64 KB mit den Registern CS, DS, SS und ES, dazu 16-Bit-Daten, Multiplikation und Division, Stringbefehle, Adressierungsarten für Hochsprachen und Anschluss für Coprozessoren. Der Baustein erschien im Juni 1978; neben Morse nennt er Bruce Ravenel und James McKevitt als Entwickler.
Was daran neu war
Als erstes Erfolgsgeheimnis nennt Morse den Speicher: 1 MB, wo die Vorgabe 128 KB verlangt hatte, erkauft mit der Segmentierung, die den Adressraum in Stücke von 64 KB zerlegte. Als Anlass nennt Morse zwei Marktzwänge: Der Z80 übernahm den 8-Bit-Markt, und der Zeitplan des 8800 - später 432 - rutschte. Der Widerhaken steckt in dieser Reihenfolge. Der Prozessor, der eine Lücke füllen sollte, bis das große Projekt fertig wäre, erschien 1978 - und das große Projekt blieb hinter ihm zurück.

Was die Quellen offenlassen: Belegt ist der Eintrag durch Morses eigene Darstellung (Vortragsfassung 2011, PDF auf seiner Seite) und den PC-World-Artikel von Benj Edwards (16.6.2008), der den 8086 als "minor stopgap project" schildert. Sie nennt keinen Preis, keine Transistorzahl und keinen Tag im Juni 1978; der genaue Vorstellungstag wurde nicht geprüft. Angaben zu Stückzahlen fehlen.

Zusammenhänge

Jeder Verweis nennt seine Art. „Vorläufer“ allein wäre eine Behauptung.

  1. Folgt ausThe 80801974Morse, Ravenel, Mazor und Pohlman schreiben 1980 in IEEE Computer, der 8086 habe assembly-language-level-kompatibel zum 8080 werden sollen: Registersatz und Befehlssatz des 8080 erscheinen als logische Teilmengen der 8086-Register und -Befehle. Strenge 8080-Kompatibilität wurde dabei nicht angestrebt.Beleg: Stephen P. Morse, Bruce W. Ravenel, Stanley Mazor, William B. Pohlman: Aufsatz zur Entstehung des 8086, zuerst in IEEE Computer, Oktober 1980 (PDF auf stevemorse.org)

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