Space Invaders

1978 · Microprocessor Arcade Game · Werk 903 von 1.871

A small café in Tokyo on a hot summer evening, three low table cabinets with tops of dark glass standing side by side in place of the usual tables, beneath each glass top a screen glowing as a soft blurred green and white light, on the glass cups of green tea and neat stacks of silver coins, young office workers in white short-sleeved shirts and dark trousers on low stools, seen from directly behind, faces turned fully away, bent over the glowing glass with their hands at short levers and round buttons, cigarette smoke drifting in the glow, a counter of pale wood behind, frosted sliding windows.

Wofür es benutzt wurde
Space Invaders war ein Münzautomat für japanische Spielhallen und Cafés. Tomohiro Nishikado baute Hard- und Software selbst: Nach der von shmuplations übersetzten Darstellung aus dem Buch "Game Maestro" (2000) kaufte er LSI-Schaltkreise, lötete sie auf eine Platine und programmierte in Assembler; die Programmierung dauerte 3 bis 4 Monate, der Aufbau der Entwicklungsumgebung davor rund 6 Monate. In einem bei Time Extension veröffentlichten Interview nennt er den Prozessor: "There was a CPU called 8080, and that CPU came with its own assembler. I studied it by myself and then wrote the game."
Was daran neu war
Kennzeichnend war der Bruch mit der verdrahteten Logik: Nishikados frühere Automaten bestanden aus verlöteten Schaltkreisen, dies war sein erstes Spiel, das aus Programmcode bestand. Die feinere Verarbeitung von Zahlen und damit "having the speed of the invaders increase" führt er ausdrücklich auf den Mikroprozessor zurück. Der Widerhaken ist die berühmteste Zahl zum Spiel: Die Legende, der Automat habe Japans Vorrat an 100-Yen-Münzen aufgezehrt, hält Charles Paradis im "The Numismatist" (2014) für erfunden - nach seinen Angaben stieg die Prägung der 100-Yen-Stücke 1979 um 76,4 % und 1980 um 64,9 %, und eine Behauptung aus dem Jahr 1980 nennt er "pure fiction".

Was die Quellen offenlassen: Eine belastbare Zahl produzierter Automaten fand sich in den eingesehenen Quellen nicht; die verbreiteten 100.000 Stück sind hier nicht belegt. Das Time-Extension-Interview führte Ollie Barder (Seite vom 28.12.2025, Kommentare ab 14.5.2025). Paradis' Prägetabelle (über academia.edu eingesehen, nicht gegen die japanische Münze geprüft) passt nicht zu seinen Prozenten: 292, 382, 588 Mio. Stück für 1978-1980 ergeben rund +31 % und +54 %.

Zusammenhänge

Jeder Verweis nennt seine Art. „Vorläufer“ allein wäre eine Behauptung.

  1. Folgt ausThe 80801974Der Objekteintrag des Museums RetroGames in Karlsruhe zum Spielautomaten Space Invaders von 1978 hält fest, das Spiel verwende einen Intel-8080-Prozessor; entwickelt hat es die japanische Firma Taito. Sein Entwickler Tomohiro Nishikado sagt in einem 2025 veröffentlichten Interview, er habe sich den 8080 mit dem dazu gelieferten Assembler selbst erarbeitet und dann das Spiel geschrieben.Beleg: Museum RetroGames e. V., Karlsruhe: Spielautomat Space Invaders, 1978, Inventarnummer 0141 (museum-digital:baden-württemberg, Objekt 107780) · Time Extension: Tomohiro Nishikado On Making 'Space Invaders' And What Makes Games Fun (14.5.2025)

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