1983 · Automatic Route Setting · Werk 916 von 1.871
The equipment room of a new signal box in Sussex before dawn in summer, four tall cabinets side by side, the first a smooth pale grey-beige door, the second a dark wine-red panel behind glass covered in rows of tiny white lamp points, the third an open rack with glowing orange-red rectangles and toggle switches, the fourth two cream-white disc drives with plain smooth fronts behind tinted covers, in front on a wooden table a train register lying open at a flat angle, its ruled columns empty, a pen across it, through an open doorway a long signalling panel glowing with coloured lines of light above an empty swivel chair.
Wofür es benutzt wurde
"George" ist der Spitzname einer elektronischen Maschine für die automatische Fahrstraßenstellung. Nach Angaben der Science Museum Group wurde sie 1983 im Railway Test Centre in Derby gebaut und im Stellwerk Three Bridges eingesetzt, wo sie 13 km Gleis bediente: Sie verglich gespeicherte Fahrplan- und Fahrstraßendaten mit den Meldungen der Zugnummernanlage und stellte daraus die Signale. Railway Gazette International berichtete im Oktober 1984, British Rail habe automatische Fahrstraßenstellung in 2 von Three Bridges gesteuerten Bereichen eingeführt; der Rechner entscheide an Verzweigungen, welcher Zug Vorrang erhält, um Verspätungen klein zu halten. Die Anforderungsschrift dazu schrieb A. J. Annis 1981 bei British Rail Research.
Was daran neu war
Kennzeichnend war nicht das automatische Stellen der Fahrstraße, sondern der Fahrplanbezug: Der Rechner verglich Soll- und Istlage der Züge und entschied daraus den Vorrang an Verzweigungen. Automatisch gestellt wurde schon vorher - Marchand und Chedeville beschrieben 1974 in der Revue Générale des Chemins de Fer eine Einrichtung im Zentralstellwerk Paris-Austerlitz, bei der die Züge ihre Fahrstraße selbst auslösten, ohne Eingriff eines Bedieners an festem Platz, und J. P. Auclair stellte in derselben Zeitschrift im Dezember 1983 einen Fahrstraßenprogrammierer vor, bei dem der Fahrdienstleiter eine Folge vorprogrammiert. Der Name kam nach der Science Museum Group, die seine Herkunft "complex" nennt, aus dem Zugmeldebuch: Zu einer Meldung schrieb der Signalwärter sonst seinen Namen daneben; für die Entscheidungen der Maschine war niemand da, also hieß sie George.
Was die Quellen offenlassen: Ein Hersteller ist nicht belegt; die Science Museum Group nennt nur "made at the Railway Test Centre at Derby". Die Angabe "world's first system" trägt allein die Science Museum Group, der TRID-Auszug des Railway-Gazette-Aufsatzes von 1984 sagt das nicht. Die Fachaufsätze wurden über TRID-Datensätze gelesen, nicht im Original. Zur Eröffnung des Stellwerks Three Bridges nennen eine Vereinsseite Juni 1983 und ein Simulationswiki April 1978 - nicht auflösbar.