The Relay Desk

1957 · Relay Desk Calculator · Werk 921 von 1.871

The office of a securities firm in Tokyo on a winter afternoon, between dark wooden desks a pale green enamelled steel desk one metre long on four small castors, its right-hand flap swung open on rows of small black relays and a dense tangle of blue-green wires, on the desk top a sloping grey-brown console with a long narrow strip of small square dark glass lamp windows set flush in one row, and a field of cream keys in a pale blue frame, every key plain, smooth and unmarked, a hand in a white shirt cuff resting on the keys, window light from the left.

Wofür es benutzt wurde
Die 14-A von Kashio Seisakujo war ein Relaisrechner in Schreibtischform. Das Computer Museum der Information Processing Society of Japan schreibt, sie sei in Behörden, bei Wertpapierhäusern und in den Verwaltungsabteilungen gewöhnlicher Firmen aufgestellt worden; andere Relaismaschinen standen in klimatisierten Räumen, Casio dagegen sah die Anwendung im normalen Büro und baute das Gerät zuverlässig und staubdicht. Vertrieben wurde es allein über den Bürobedarfshändler Uchida Yoko; zur Einführungsveranstaltung im November 1957 in der Sankei Kaikan in Tokio kamen nach Casios eigener Darstellung Uchida-Yoko-Kunden aus Behörden und Großfirmen. Multiplikation und Division dauerten 5 bis 6 Sekunden gegen etwa 10 bei Zahnradmaschinen. Das Nachfolgemodell 14-B von 1959 ging laut IPSJ in großer Zahl an Hochschulen und Forschungseinrichtungen.
Was daran neu war
Kennzeichnend waren 2 Dinge an der Bedienung: 10 Zifferntasten statt der Vollklaviatur mit einer Tastenspalte je Stelle, und ein einziges 14-stelliges Anzeigefenster, in dem das Ergebnis die eingegebene Zahl überschrieb, während die meisten elektrischen Rechner Eingabe und Ergebnis in getrennten Fenstern zeigten. Die Zehnertastatur selbst war 1957 keine Neuheit - das Smithsonian führt eine Dalton-Addiermaschine von 1913 als "ten-key printing manual adding machine"; auch Olivettis druckende Vierspeziesmaschine Divisumma 14, gebaut ab 1948, hatte eine Zehnertastatur. Casio nennt die 14-A "the world's first compact all-electric calculator", die IPSJ vorsichtiger "the first commercial relay-based calculator". Elektronisch war sie nicht: Relais sind elektromechanisch.

Was die Quellen offenlassen: Die Relaiszahl schwankt: 341 auf Casios Geschichtsseite, 342 auf der Sammlerseite casio-calculator.com. Die IPSJ erklärt, die Relaiszahl habe durch Verbesserungen leicht geschwankt, ebenso Größe und Gewicht - 120 kg nach dem Katalog von 1958 bei der IPSJ, 140 kg bei casio-calculator.com. Der Preis von 485.000 Yen stammt ausdrücklich aus dem Katalog von 1958. Ein namentlicher Anwender ist nicht belegt.

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