The Compet

1964 · All-Transistor Desk Calculator · Werk 925 von 1.871

The office of a textile wholesaler in Osaka on a summer morning, on a steel desk a grey metal calculator forty-three centimetres wide, its light grey sloping key plate set with ten columns of round keys in alternating white and dark slate blue, larger cream, red and dark blue keys at the right, every key plain, smooth and unmarked, at the back behind a dark glass window a long row of small tubes glowing soft orange, along the front a round red button and a row of small black knobs, a hand in a black cotton oversleeve at the keys, through the window a small new car parked in the sunny street.

Wofür es benutzt wurde
Nach Angaben der Information Processing Society of Japan kostete der elektronische Tischrechner Compet CS-10A 535.000 Yen, "comparable to a popular automobile at that time", und war damit für private Anschaffung sehr teuer; beliebt machten ihn nach der IPSJ Rechengeschwindigkeit und Laufruhe gegenüber mechanischen Maschinen. Nigel Tout schreibt, gestützt auf Angaben der Sharp Corporation, die Nachfrage sei so schnell gewachsen, dass die Monatsfertigung von 300 Stück nicht nachkam. Zur Einordnung: In Japan wurden 1965 insgesamt nur 4.300 elektronische Rechner gefertigt.
Was daran neu war
Gerechnet wurde volltransistorisiert, angezeigt nicht: Das Rechenwerk arbeitete mit Germaniumhalbleitern - die IPSJ zählt 530 Transistoren und 2.300 Dioden unter rund 4.000 Teilen -, die 20-stellige Anzeige bestand aus Nixie-Röhren. Sharp beansprucht nicht "all-transistor", sondern "the world's first electronic desktop calculator using all-transistor diodes", also die Schaltungstechnik; der IEEE-Milestone von 2005 erhebt für den CS-10A keinen Erstheitsanspruch. Nigel Tout zählt 4 Bewerber für den Titel des ersten volltransistorisierten Tischrechners: CS-10A, Friden 130, IME 84 und Mathatron. Der Umweg dorthin ist der Widerhaken: Das 1960 gegründete Labor sollte einen Großrechner bauen, das Ziel wurde auf einen kleinen Rechner umgestellt, der wie ein Abakus jederzeit und von jedem benutzbar sein sollte.

Was die Quellen offenlassen: Die Bauteilzahlen zählen Verschiedenes: Die IPSJ nennt 530 Transistoren für das Gerät, das Semiconductor History Museum of Japan bis zu 350 für das Rechenwerk; das Smithsonian nennt für frühe Ausführungen etwa 5.000 Bauteile gegen rund 4.000 bei der IPSJ. Der Monat ist offen: Ankündigung 14. Mai 1964 (Smithsonian), Einführung Juni (Old Calculator Museum) oder Juli 1964 (Tout). Gesamtstückzahl und namentliche Anwender sind nicht belegt.

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