The Handy-LE

1971 · Single-Chip Pocket Calculator · Werk 936 von 1.871

Behind the glass of a shop window in Tokyo on a January evening, on a small cushion of dark blue velvet a flat upright calculator twelve centimetres tall, its front matt near-black with a faint blue tint, a silver metal edge around its sides with a small chrome button, at the top a long narrow strip of soft red glow behind dark glass, a plain black plate across the middle, below it white and pale blue keys, all plain smooth and unmarked, a raised rounded bead along the lower edge, a black wrist strap lying loose beside it, a gloved hand resting flat on the cold glass, street lamps reflected in the pane.

Wofür es benutzt wurde
Der Busicom LE-120A ist ein Taschenrechner aus Japan; verkauft wurde er ab Januar 1971 in Tokio. Er kostete 89.800 Yen, nach Angabe des Heinz Nixdorf MuseumsForums etwa 900 Mark, in den USA knapp 400 Dollar. Das Metallgehäuse maß 7,2 × 12,4 × 2,4 cm, die Anzeige zeigte 12 Ziffern als Leuchtdioden, der Strom kam aus 4 Batterien. Zum Gerät gehörte ein Trageriemen, der verhindern sollte, dass es herunterfällt. Die Sammlung des Computer History Museum führt es als eines der ersten wirklich taschenformatigen elektronischen Rechengeräte.
Was daran neu war
Kennzeichnend war der Rechenschaltkreis: der Mostek MK6010L, ein einzelner Baustein für den ganzen Rechner. Die Folge dieses Geräts lag nicht nur in Japan: Otfried Steger, Minister für Elektrotechnik und Elektronik der DDR, brachte Anfang 1972 ein LE-120A als Souvenir von einer Japanreise mit, übergab es dem Direktor des Kombinats Funkwerk Erfurt und bat ihn zu ermitteln, wie die DDR ein solches Gerät fertigen könnte. Daraus wurde der minirex 73, der 1973 auf der Leipziger Frühjahrsmesse vorgestellt wurde.

Was die Quellen offenlassen: Preis und Maße gehen auseinander, weil die Quellen Verschiedenes angeben: HNF nennt 89.800 Yen und 7,2 × 12,4 × 2,4 cm, das Sammlerarchiv Calcuseum 395 Dollar, 123 × 64 × 22 mm und 205 g. Das Computer History Museum nennt nur das Jahr 1971. Das HNF nennt 2.100 Transistoren für den MK6010, ordnet diesen Typ aber Junior und NCR 18-16 zu; für den MK6010L im LE-120A nennt es keine Zahl.

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