1972 · Low-Cost Personal Calculator · Werk 937 von 1.871
The scoring table of a bowling alley on a busy evening, on the pale wooden table a flat landscape calculator fifteen centimetres wide in finely grained black plastic with brushed aluminium strips along its top and bottom edges, at the left a dark rectangular window, unlit and blank, at the right a grid of sixteen round cream and grey keys, all plain smooth and unmarked, a hand with a rolled-up shirt sleeve tapping a key, a yellow pencil beside it, behind, far out of focus, polished lanes and bright lights.
Wofür es benutzt wurde
Casio brachte den Mini, einen Taschenrechner für den persönlichen Gebrauch, im August 1972 heraus, für 12.800 Yen; nach eigener Darstellung kostete er damit etwa 1 Drittel der Konkurrenzprodukte und war 1 Viertel so groß wie gängige Modelle. Die Anzeige hatte 6 Stellen und war für den Hausgebrauch gedacht, während bei Bürorechnern 8 Stellen Standard waren. Zu den Ideen für die Entwicklung gehörte nach Casios Firmengeschichte das Bowling, das in Japan beliebt war und bei dem die Ergebnisse von Hand gerechnet werden mussten; nach Casios Darstellung brachte der Mini den Rechner in jeden Haushalt.
Was daran neu war
Kennzeichnend war der Verzicht: 6 Stellen statt der 8 des Bürostandards, ein kleineres Gehäuse, ein Drittel des Preises. Möglich wurde das nach Casio außerdem durch eigens für die Massenfertigung entwickelte Bauteile und hochintegrierte Schaltkreise (LSI). Als Erfolg galt damals ein Rechner mit 100.000 verkauften Stück im Jahr; vom Casio Mini wurden nach Angabe der Firma in den ersten 10 Monaten 1 Million Stück verkauft. Casio nennt das einen Mega-Hit.
Was die Quellen offenlassen: Alle Zahlen stammen aus Casios eigener Firmengeschichte, also vom Hersteller; eine unabhängige Bestätigung der 1 Million in 10 Monaten liegt hier nicht vor. Display-Typ und Chip nennt die Seite nicht.