The Divisumma 18

1973 · Portable Thermal Printing Calculator · Werk 941 von 1.871

A portable printing calculator on a white laminate table in an architect's studio in Milan on a spring morning, a flat elongated block twenty-five centimetres long with rounded edges, entirely egg-yolk yellow, on its left a rounded housing for the paper roll with a small clear window, a short curl of blank white paper rising from a slot, a red lamp and a plain smooth silver strip, on its right a soft yellow rubber skin with raised round nub keys and one large oval key, every key plain smooth and unmarked, a fingertip pressing a nub, tracing paper and a black ink pen beside it, light from tall windows on the left.

Wofür es benutzt wurde
Ein Druckrechner von Olivetti aus Ivrea, entworfen von Mario Bellini. Eine Anzeige fehlt vollständig: Die Ausgabe läuft über ein Thermodruckwerk mit fest eingebautem Papierfach. Ein abnehmbarer Akku erlaubt den Betrieb ohne Netzkabel, ein Rad mit 4 Stufen stellt die Nachkommastellen ein, unter der Gummihaut sitzen mechanische Mikroschalter. Das MoMA nennt als Material ABS, synthetischen Gummi und Melaminharz und als Maße 4,8 × 24,8 × 12,1 cm; auf der Unterseite steht die Typenbezeichnung BCD18 mit 220 Volt und 10 Watt. Das MoMA nahm ein Exemplar 1974 in die Sammlung auf, Objektnummer 450.1974.1-2.
Was daran neu war
Neu war nicht die Rechentechnik, sondern die Haut. Über Tasten und Oberfläche liegt eine gleichmäßig gespannte Gummimembran, die Tasten sind wie Brustwarzen geformt; Bellini, von 1963 bis 1991 für Olivetti tätig, gestaltete damit den Übergang von der mechanischen zur mikroelektronischen Technik so, dass man das Gerät anfassen mochte. Genau dieses Material ist der Preis: UV-Strahlung macht den Gummi hart, rissig und blass, weshalb nach Darstellung von Mass Made Soul viele erhaltene Exemplare beschädigt sind.

Was die Quellen offenlassen: Der Tagesplan nennt 1973; MoMA und MoDiP datieren das Objekt auf 1972, Mass Made Soul nennt 1973 als Markteinführung - Entwurf und Markteinführung sind verschiedene Daten. Die Breite weicht ab: MoMA 24,8 cm, MoDiP 310 mm; das MoDiP-Exemplar hat seine ansteckbare Ladeeinheit dabei, ob sie mitgemessen ist, sagt MoDiP nicht. Produktionszahlen und Preis nennt keine Quelle.

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