The Last Aristo

1975 · Slide Rule Maker's Calculator · Werk 947 von 1.871

The dividing workshop of a slide rule factory in Hamburg, on a workbench a stack of slide rule blanks, long bars of smooth white plastic, entirely blank from end to end, on top a narrow pocket calculator fifteen centimetres tall with a black front and cream-white side edges, near its top three small white slide switches, a dark red window with a soft red glow, below twenty square keys in five rows, two red, several orange, the rest cream-white, every key plain smooth and unmarked, a cable to a small black plug-in power unit, a hand in a grey work coat sleeve laying it down, a grey idle dividing machine behind, fluorescent light.

Wofür es benutzt wurde
Der M 75 ist ein Taschenrechner der Aristo-Werke Dennert & Pape in Hamburg, die seit 1872 vom Rechenschieber lebten. Gebaut war er für technische Berechnungen: Gehäuse aus weißem und schwarzem Kunststoff, Winkelfunktionen, Logarithmen und Speicherfunktionen, mit Abdeckung 15 x 6,1 x 2 cm groß, versorgt aus 3 Mignonzellen, Akkus oder Netzteil, mit Anleitung in 8 Sprachen. Verkauft wurde er von derselben Firma, deren Hauptprodukt er überflüssig machte. Das Rechenschiebergeschäft brach mit der Verbreitung billiger Taschenrechner zusammen; nach dem Heinz Nixdorf MuseumsForum stellte Aristo die Rechenschieberfertigung 1978 und die Rechnerfertigung Anfang 1979 ein.
Was daran neu war
Nach dem Heinz Nixdorf MuseumsForum kaufte Aristo im April 1972 die Rechte an einem Entwurf von Hilmar Bentert für Luther-Elektronik in Berlin, brachte daraus im Herbst 1972 den M 27 für 466 DM heraus, verwendete im selbst entwickelten M 64 vom Herbst 1973 einen Prozessor von General Instruments und holte sich 1978 ein Tischmodell aus Japan. Rechnerlexikon schreibt, die Aristo-Rechner hätten sich auf dem Weltmarkt nicht durchgesetzt und die Produktion sei 1979 unter Hans Dennert zu Ende gegangen. Der Widerhaken: Das Unternehmen überlebte das Gerät nicht, mit dem es sein eigenes Produkt ersetzen wollte.

Was die Quellen offenlassen: Die Datierung des M 75 ist offen. Das Heimatmuseum Hörste gibt 1974 an, das Deutsche Kunststoff Museum 1975 bis 1985; eine Firmenquelle für das Jahr 1975 wurde nicht gefunden. Die Angaben zum M 27, M 64 und zum Produktionsende stammen aus dem Blog des Heinz Nixdorf MuseumsForums und aus Rechnerlexikon, nicht aus einem Firmenarchiv.

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