Made in Hong Kong

1980 · LED Scientific Calculator · Werk 954 von 1.871

An assembly hall in a factory block in Kwun Tong in Hong Kong, a long work table with open black wedge-shaped calculator cases in a row, shallow trays of loose cream and turquoise-blue key caps, soldering irons in wire holders, at the end of the row one finished calculator thirteen centimetres long with a wide dark red display window, two red keys and rows of cream and turquoise keys, all key caps plain, smooth and unmarked, two young women in pale blue smocks, seen from directly behind, faces turned fully away, their hands setting a small green circuit board into a case, bare pale green walls, barred windows, cool fluorescent light.

Wofür es benutzt wurde
Hongkong montierte, was andere entwarfen. Ein Beispiel im Smithsonian ist der wissenschaftliche Rechner NS 4520 "Scientist" der National Semiconductor Corporation aus der Mitte der 1970er Jahre: 35 Tasten, 8-stellige rote LED-Anzeige, umgekehrte polnische Notation, kein eigenes Batteriefach, auf der Unterseite der Aufkleber "Made in Hong Kong"; dieselben Geräte liefen auch unter dem Namen Novus. Die Rechnung der Kolonie ging über Stückzahlen, nicht über Entwürfe: Nach einer Studie für das National Bureau of Economic Research stieg der Anteil der Elektronik an Hongkongs Gesamtausfuhr von 2,4 Prozent 1964 über 9,5 Prozent 1970 und 12,4 Prozent 1973 auf 13,9 Prozent im Jahr 1980.
Was daran neu war
Eine Neuerung ist für dieses Werk nicht zu belegen, und das ist der Punkt. Die NBER-Studie beschreibt Hongkongs Elektronik als Montagegeschäft: Halbleiter und integrierte Schaltkreise wurden dort zunächst nur montiert und erst später aus dem Rohmaterial gefertigt. Sie beschreibt das Wachstum außerdem in "three-year cycles", also in Produkten, die etwa 3 Jahre lang gefragt sind. Der Anteil von 13,9 Prozent im Jahr 1980 fiel auf 13,5 Prozent 1981 und 10,7 Prozent 1982. Der Widerhaken: Wer nur montiert, teilt den Zyklus des Produkts - und Hongkongs Ausfuhr von Rechenmaschinen fiel von 549 Millionen HK-Dollar 1979 auf 308 Millionen 1982.

Was die Quellen offenlassen: Der Titel nennt kein einzelnes Gerät; beschrieben ist der belegte Typ. Das Smithsonian-Beispiel NS 4520 ist auf etwa 1976 datiert, nicht auf 1980, und nennt keinen Preis. Die Prozentzahlen beziehen sich auf Hongkongs gesamte Elektronikausfuhr, nicht auf Taschenrechner; Rechenmaschinen führt Tabelle 12.8 erst ab 1977 gesondert, in Millionen HK-Dollar. Die Studie warnt, dass elektronische Uhren und Spielzeug erst als Elektronik, später anders gezählt wurden. Der Eintrag bleibt dünn.

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