The fx-7000G

1985 · Graphing Calculator · Werk 959 von 1.871

A mathematics room of a grammar school in Leeds on a sunny afternoon, on a wooden desk a long flat calculator seventeen centimetres long with a black frame, in its upper third a large almost square pale grey-green display window crossed by one thin smooth wave-shaped line in dark grey, below it a silver-grey key field with cream-white and black keys, one orange key and one red key, every key plain, smooth and unmarked, beside it a sheet of fine squared paper with the same wave drawn by hand in pencil, a hand in a navy jumper sleeve holding the pencil at the end of the curve, low sunlight from the left.

Wofür es benutzt wurde
Casio brachte den grafikfähigen wissenschaftlichen Taschenrechner fx-7000G nach der eigenen Unternehmensgeschichte im August 1985 heraus. Er zeichnet auf einer Flüssigkristallanzeige von 96 x 64 Punkten den Graphen einer Funktion und stellt Tabellenwerte als Balkendiagramm dar, dazu nach dem Entwickler Koordinatenanzeige und Zoom; ein Menü mit Symbolen wurde nach seiner Erinnerung damals erwogen. Gedacht und eingesetzt wurde er im Unterricht: Casio nennt die Verwendung als Lernwerkzeug in den USA, Frankreich, Deutschland und Australien und die Aufnahme des Geräts in die Sammlung der Smithsonian Institution. Nach der Entwicklungsdarstellung des Hauses geht das Projekt auf einen einseitigen Vorschlag von 1983 zurück.
Was daran neu war
Casio selbst nennt das Gerät den weltweit ersten grafikfähigen wissenschaftlichen Taschenrechner. Der Unterschied zum Vorhandenen: Der Rechner zeichnete den Verlauf einer Funktion auf dem Gerät selbst, statt Zahlenreihen auszugeben, die man von Hand auftrug. Der Widerhaken liegt im Preis, den das kostete - und zwar in Strom. Der Entwickler Hiroyuki Yoshino schildert in Casios Darstellung, man habe für saubere Graphen eine Vollpunktanzeige gebraucht, die jedoch den Verbrauch erhöht hätte; gelöst wurde das mit einer Punktmatrix-Flüssigkristallanzeige und stromsparender Auslegung.

Was die Quellen offenlassen: Beide Quellen sind Casio-eigene Seiten: die Unternehmensgeschichte (August 1985, 96 x 64 Punkte, Priorität) und die Entwicklungsdarstellung mit Yoshino. Preis, Programmschritte und Stückzahlen nennt keine von beiden. Die Behauptung des Welterstlings ist damit nicht unabhängig belegt.

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