1975 · Keyboard-to-Screen Prototype · Werk 965 von 1.871
The engineering floor of a calculator maker in California at ten on a Sunday night in June, the floor dark between grey fabric partitions, one fluorescent tube above a single cubicle, on its desk a bare green circuit board crowded with small black chips, wires to a loose keyboard with plain unmarked cream keys and to a small portable television whose dark screen shows a short row of soft white glowing marks and a bright square cursor, an oscilloscope and a soldering iron, a young man of twenty-four at the keyboard seen from directly behind, face turned fully away, dark hair reaching his collar, in a plain brown flannel shirt.
Wer
Steve Wozniak (geboren 1950) ist ein US-amerikanischer Ingenieur und Mitgründer von Apple. Geboren am 11. August 1950 in San José in Kalifornien, arbeitete er rund vier Jahre bei Hewlett-Packard, in der Abteilung für Taschenrechner. In seiner freien Zeit baute er einen eigenen Rechner, den er im Homebrew Computer Club vorstellte, einem Treffen von Bastlern in Menlo Park. Am 1. April 1976 gründete er mit Steve Jobs die Firma Apple Computer. Ihr erstes Gerät, der Apple I, war eine Platine ohne Gehäuse für 666,66 Dollar; Netzteil, Tastatur und Bildschirm musste man selbst ergänzen. Nur etwa 200 Stück entstanden. 1977 folgte der Apple II, den Wozniak ebenfalls entwarf und der als Rechner für gewöhnliche Leute beworben wurde; mit dem Tabellenprogramm VisiCalc wurde er ab 1979 ein Verkaufsschlager. 1981 kehrte Wozniak an die University of California in Berkeley zurück und schloss sein Studium ab. 1985 erhielt er die National Medal of Technology, 2000 wurde er in die Inventors Hall of Fame aufgenommen. Später setzte er sich für Computer im Unterricht ein.
Der Moment
Am Sonntag, dem 29. Juni 1975, gegen 22 Uhr saß Wozniak nach seiner Erinnerung an seinem Arbeitsplatz bei Hewlett-Packard, wohin er nach Feierabend zurückkehrte, um an seinem Rechner zu bauen. Vor ihm lag eine Platine mit 32 Chips, verbunden mit einer Tastatur und einem Bildschirm. Nach etwa einer Stunde Fehlersuche stand ein Cursor auf dem Schirm; erst als er die Programmchips tauschte, erschienen getippte Buchstaben. „Ich tippte ein paar Tasten auf der Tastatur und war verblüfft! Die Buchstaben erschienen auf dem Bildschirm“, schrieb er später. Nach seinen Worten war es das erste Mal, dass jemand auf einer Tastatur tippte und das Zeichen sofort auf dem Bildschirm seines eigenen Rechners sah. Bastelrechner wie der Altair zeigten ihre Ergebnisse damals noch über Lämpchen an. Das Bild zeigt diesen Augenblick: eine einzelne Leuchtröhre über einer Arbeitskabine, auf dem kleinen Schirm ein paar helle Zeichen und der Cursor.
Die Kehrseite
Der Rechner, aus dem Apple wurde, entstand nach Feierabend im Büro eines anderen Unternehmens. Wozniak fühlte sich verpflichtet, ihn zuerst seinem Arbeitgeber anzubieten; Hewlett-Packard lehnte nach seinen Worten fünfmal ab. Auch seine Bitte, von den Taschenrechnern in die Computerentwicklung zu wechseln, wurde abgewiesen. Am Ende hoffte er selbst auf die Absage. Den Entwurf wollte er eigentlich verschenken; erst Steve Jobs überredete ihn, ihn zu verkaufen. So wurde aus dem Abend eines Bastlers ein Geschäft, und die Firma, an deren Schreibtisch es begann, ließ es ziehen.
Was die Quellen offenlassen: Datum, Uhrzeit und Ort beruhen allein auf Wozniaks Erinnerung (iWoz, 2006); ein Dokument von 1975 gibt es nicht. Wozniak spricht von einem kleinen Schwarz-Weiß-Fernseher, das Smithsonian Magazine von einem Monitor. Ein gemeinfreies Foto aus dieser Zeit fehlt, deshalb zeigt ihn das Bild von hinten; Haar und Hemd sind angenommen.