1982 · Broadcast Software Standard · Werk 982 von 1.871
The living room of a flat in Utrecht in the Netherlands on a winter evening, on a table covered with a small patterned rug in deep red a wooden radio with a plain dial window glowing warm amber, a thin grey cable running from its side to a flat black portable cassette recorder, a fingertip holding down its record key, two small white reels turning behind its clear window, beside it a small flat home computer of cream plastic with a plain smooth case, every key plain, smooth and unmarked, a cup of coffee on a saucer, a tall uncurtained window onto lit gabled houses across a dark canal.
Wofür es benutzt wurde
BASICODE war ein Satz Regeln, mit dem Rundfunksender Computerprogramme als Tonsignal ausstrahlten. Die Hörer nahmen die Sendung auf Kassette auf und spielten sie in ihren Heimcomputer ein. Getragen wurde das vom niederländischen NOS und seiner Sendung "Hobbyscoop", die seit 1978 Software für Mikrocomputer sendete: Klaas Robers, Mitarbeiter bei Philips in Eindhoven, schlug das System vor, Hobbyscoop-Produzent Hans Janssen organisierte die Zusammenarbeit, Jochem Herrmann entwarf BASICODE-2 mit, Jacques Haubrich prüfte die gesendeten Programme (Veraart 2008). Übernommen wurde es unter anderem von WDR 3, vom BBC-Programm "The Chip Shop" und von Sendern in Belgien, Dänemark und Australien; ab 1989 sendete auch der DDR-Rundfunk.
Was daran neu war
Kennzeichnend war die Richtung der Vereinheitlichung: Nicht die Geräte wurden verträglich gemacht, sondern die Programme. BASICODE legte einen kleinsten gemeinsamen Nenner des BASIC fest; alles, was jede Maschine anders machte — Bildschirm löschen, Cursor setzen —, steckte in Unterprogrammen, die jeder Rechnertyp selbst mitbringen musste. Der Preis dafür: Ohne das Übersetzungs-programm für genau sein Modell konnte ein Hörer mit der Sendung nichts anfangen. 1985 hörten nach Veraart rund 30.000 der 200.000 Heimcomputerbesitzer in den Niederlanden regelmäßig mit. Mit der Neuordnung des niederländischen Rundfunks endeten im September 1991 die Sendungen; der IBM-kompatible PC hatte da schon die Vielfalt beendet, aus der BASICODE entstanden war.
Was die Quellen offenlassen: Veraart datiert die öffentliche Vorstellung auf August 1981, BASICODE-2 auf Juli 1983 und BASICODE-3 auf Juli 1986; das Jahr 1982 liegt zwischen diesen Marken. Die Hörerzahl von 1985 gibt Veraart als Bericht wieder. Die Angaben zum Kassettenformat stammen von einer Einzelperson, nicht aus einer Normschrift.