The Galaksija

1983 · Magazine Self-Build Computer · Werk 985 von 1.871

A child's room in a tower block in New Belgrade on a snowy night in late December, on a desk a bare brown circuit board about thirty centimetres wide with a row of black integrated circuits and a cream-white keyboard with a broad space bar, every key plain, smooth and unmarked, a cable to a small portable black-and-white television showing coarse white blocks on grey, a soldering iron cooling in its coiled stand, a strip of dark foam holding spare black integrated circuits, a small hand resting on the keys from the lower edge of the frame, through the window snow falling past rows of lit windows in tall concrete blocks.

Wofür es benutzt wurde
Selbstbaurechner aus Jugoslawien. Voja Antonić entwarf ihn; die Zeitschrift Galaksija veröffentlichte 1983 im Sonderheft "Računari u vašoj kući" (Computer in Ihrem Haus) Schaltplan, Bauanleitung, Bezugsquellen für Teile und Adressen für Bausatzbestellungen, dazu Wege, Bauteile legal aus dem Ausland zu beziehen. Chefredakteur Jova Regasek übertrug Dejan Ristanović die Leitung des Projekts. Z80A, 4 KB EPROM. Nach Rückmeldung der Leser haben über 8.000 Menschen in ganz Jugoslawien das Gerät gebaut (Computer History Museum).
Was daran neu war
Der Entwurf kam ohne eigenen Videobaustein aus: Antonić ließ den Z80A die Blockgrafik von 64 × 48 Feldern selbst erzeugen, weil ein Videocontroller zu teuer gewesen wäre. Das war kein Kunststück um seiner selbst willen. Nach Darstellung von Tribune begrenzte Jugoslawien die Einfuhr auf Gegenstände bis 50 D-Mark, und ein fertiger Heimcomputer kostete ein Vielfaches eines durchschnittlichen Monatslohns. Der Widerhaken liegt im Erfolg: Antonić rechnete mit höchstens 50 ernsthaften Bastlern. Die übliche Auflage von 30.000 Heften wuchs auf 120.000 Exemplare, Regasek musste viermal nachdrucken, und über 8.000 Leser meldeten ein fertig gebautes Gerät.

Was die Quellen offenlassen: Die Einfuhrgrenze von 50 D-Mark nennt nur die Darstellung in Tribune; eine amtliche jugoslawische Quelle dafür war nicht zu finden. Die Zahl von über 8.000 Geräten beruht auf Rückmeldungen der Leser (CHM: "according to feedback"; Tribune: Briefe an die Zeitschrift), nicht auf Produktions- oder Verkaufszahlen. Einen Preis nennt keine der geprüften Quellen.

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