1984 · Light-Pen School Home Computer · Werk 989 von 1.871
A classroom of a village school in Burgundy on a spring morning, on old wooden desks arranged in a half circle six flat black home computers, each before a small colour television, thick black cables running to a larger beige computer on the teacher's desk, in front one machine sharp, its grey rubber keys, one yellow key and one black key plain, smooth and unmarked, a dark hinged flap at its upper left, a child's hand from the lower edge resting on the keys, a slim silver and black light pen lying beside it, the screen filled with soft areas of colour, chestnut trees in blossom through tall windows.
Wofür es benutzt wurde
Französischer Heimcomputer, ab Juni 1984 für 2.390 Franc im Handel, während der ältere TO7 rund 7.000 Franc gekostet hatte. Motorola 6809E mit 1 MHz, 48 KB RAM, davon 16 KB Bildspeicher, 16 KB ROM mit Monitorprogramm und MO5-BASIC 1.0. In die Schulen kam er mit dem Staatsplan "Informatique pour tous", den Premierminister Laurent Fabius am 25. Januar 1985 vorstellte: rund 120.000 zusätzliche Mikrorechner, etwa 110.000 fortzubildende Lehrer. Bis September 1985 waren ungefähr 120.000 Geräte in Schulen aufgestellt. In der Schulausstattung vom Typ II hingen 6 MO5-Arbeitsplätze im Nanoréseau an einem Rechner als Netzkopf.
Was daran neu war
Der MO5 hatte einen eigenen Anschluss für den Lichtgriffel; damit ließ sich ohne Maus unmittelbar auf den Bildschirm zeigen. Verkauft wurde der Griffel als Zubehör — ein Angebot in Science & Vie Micro vom Dezember 1984 führte ihn für 200 Franc —, in vielen Schulausstattungen gehörte er dagegen zu jedem Arbeitsplatz. Der Widerhaken liegt nicht im Gerät, sondern im Plan: Der MO5 war beim Start des Programms längst monatelang im Handel, also nicht für den Plan entworfen, und das Museum Aconit hält fest, dass diese Maschinen, anders als PC und Macintosh, keinen dauerhaften Platz am Markt behielten.
Was die Quellen offenlassen: Die Zahlen zum Plan (120.000 Rechner, 110.000 Lehrer, Stand September 1985) stammen von histoireinformatique.info; das Aconit-Museum nennt nur das Ziel von 120.000 Geräten und datiert den Planbeginn auf 1984. Wie viele davon MO5 waren, sagt keine der geprüften Quellen. Ein Gesamtabsatz des MO5 war nicht zu belegen.