The PMD 85

1985 · Slovak School Microcomputer · Werk 994 von 1.871

A classroom of a secondary school in Slovakia on a misty late-autumn morning, on a long grey laboratory table a flat mid-grey computer with a chamfered front edge, across its back a taller grey box with ventilation slots, its keys dark grey, the top row and a block at the right pale blue, a few keys red, every key plain smooth and unmarked, below them three small lamps glowing orange, red and green, grey cables, a small cream monitor with a soft even green glow, two hands in brown knitted sleeves on the keys, a second pupil's hand pointing at the screen, cacti on the windowsill, wooded hills in mist.

Wofür es benutzt wurde
Der PMD 85 war ein 8-Bit-Rechner aus der Tesla-Fertigung in Piešťany, die später nach Tesla Bratislava wechselte. Entworfen hat ihn Roman Kišš; der Name steht laut touchit.sk für "Piešťanský Mikropočítač Displejový", die 85 verweist auf den HP-85, der Kišš als Vorbild diente. Eingesetzt wurde er nach Angaben von oldcomputer.info vor allem in slowakischen Schulen als Lehrmittel für Informatik; seine zahlreichen Schnittstellen machten ihn auch für Automatisierungsunterricht und die Steuerung von Maschinen brauchbar — das Gerät des Autors jener Seite hatte zuvor in einem Betrieb eine CNC-Fräse gesteuert. Im Laden war er nicht zu bekommen: root.cz schreibt, man kam nur über eine Organisation an ein Gerät, etwa über Schule oder Betrieb. Verbreitet war er auch in Computerklubs, Pionierhäusern und beim Svazarm.
Was daran neu war
Kennzeichnend war nicht ein technischer Vorsprung — der Tesla MHB 8080A lief mit 2048 kHz, 48 kB RAM, 288 × 256 Bildpunkte —, sondern die Herkunft der Teile. touchit.sk berichtet, Kišš habe das Werk Tesla Piešťany, dessen Direktor ihn eingestellt hatte, seine "Garage" genannt und häufig Ausschuss und ausgesonderte Bauteile verbaut; die Tastatur bestand aus Telefontasten. root.cz nennt eine Eigenart der Speicheraufteilung: Der Bildwiederholspeicher belegte 16 kB, angezeigt wurden davon nur 12 kB. Der Preis stand in derselben Rechnung: Ein früherer Nutzer, den root.cz zitiert, nennt die Maschine unzuverlässig; Bandaufzeichnungen ließen sich oft nicht zurücklesen, und die Wärmeentwicklung blieb bis zur Version 85-2A mit sparsameren Speicherbausteinen ein Thema.

Was die Quellen offenlassen: Stückzahlen und ein offizieller Verkaufspreis ließen sich nicht belegen. Eine Registerseite rechnet Auflagen aus sehr wenigen bekannten Seriennummern hoch (95-Prozent-Intervalle von 547 bis 45.560 je Variante) — das sind Schätzungen, keine Zahlen, und sie sind hier deshalb nicht übernommen. root.cz datiert den Prototyp vor 1985, touchit.sk nennt 1982 als Entwurfsjahr und 1985 als Beginn der Serienfertigung.

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