The Music Stand

1986 · Networked Polish School Computer · Werk 997 von 1.871

The computer room of a primary school in Wrocław in Poland on a late autumn afternoon, along a pale green wall a row of flat cream-white computers on wooden desks, each with a small monitor glowing the same soft green field, grey cables with round plugs linking them, in front on the teacher's desk the same computer with a grey double disk drive beside it, its front a black grained keyboard panel with black keys, every key plain smooth and unmarked, rising from its top a bent black wire music stand, bare and empty, an adult hand in a grey cardigan sleeve on the keys, low golden sun through tall windows.

Wofür es benutzt wurde
Der Elwro 800 Junior war ein Schulrechner, gebaut von den Zakłady Elektroniczne ELWRO in Wrocław im Auftrag des polnischen Bildungsministeriums; den Entwurf lieferte nach Cellary und Krysztofiak ein Team der Technischen Universität Posen. Er arbeitete mit einem U880D bei 3,5 MHz — dem ostdeutschen Gegenstück zum Z80 —, 64 kB RAM und 24 kB ROM. Dafür gedacht war er nicht als Einzelgerät, sondern als Klassensatz: Zwei JUNET-Anschlüsse verbanden bis zu 15 Schülerrechner mit einem Lehrerrechner, an dem das Diskettenlaufwerk hing. Das Betriebssystem CP/J war eine netzwerkfähige Fassung von CP/M, ein BASIC-Interpreter war eingebaut.
Was daran neu war
Kennzeichnend ist die Kombination aus Schulnetz und Spectrum-Verträglichkeit: Eine Betriebsart war nach Cellary und Krysztofiak softwarekompatibel zum ZX Spectrum, und digitalheritage.pl hält fest, dass sich Spectrum-Programme vom Kassettenrekorder laden ließen. Der Rechner brachte also das vorhandene Spectrum-Programmgut mit in den Unterricht, statt es auszuschließen. Zwei Widerhaken: Das Gehäuse war nach Cellary und Krysztofiak von der elektronischen Spielzeugorgel "Elwirka" übernommen — der Schulrechner steckte im Kasten eines Musikinstruments. Und die Stückzahl blieb weit hinter dem Plan: Nach Cellary und Krysztofiak wurden mehr als 10.000, aber höchstens 20.000 Geräte gebaut; geplant waren bis zu 30.000 im Jahr.

Was die Quellen offenlassen: Eine genaue Stückzahl gibt es nicht; Cellary und Krysztofiak nennen als einen Grund die Auflösung der Elwro-Werke. Die Zahl 13.696 aus einem NIK-Bericht von 1991 steht nur im aus Wikipedia übernommenen Text von retrokomputery.pl und ist nicht übernommen. Vorgestellt wurde der Rechner 1986 auf der Posener Messe; 1987 kamen nach Cellary und Krysztofiak die ersten Geräte in die Schulen, digitalheritage.pl nennt 1987 als Beginn der Serienfertigung.

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