The Archimedes

1987 · 32-Bit RISC Desktop Computer · Werk 999 von 1.871

A small study in a semi-detached house in England on a frosty December morning, on a dark wooden desk a new computer, a flat broad cream-beige box thirty-five centimetres wide and ten centimetres tall with a smooth lid and a finely ribbed front, at its right a narrow disk slot and a small eject button, on top a cream colour monitor showing calm rectangles of grey, blue and pale yellow, in front a long cream keyboard with a row of red keys, every key plain smooth and unmarked, a hand in a navy wool sleeve on a small grey three-button mouse, white polystyrene packing blocks on the carpet, frost on the window.

Wofür es benutzt wurde
Der Archimedes war Acorns Nachfolger des BBC Micro. Die Reihe kam nach Angaben von Chris's Acorns (Centre for Computing History) im Juni 1987 heraus; 4corn nennt als Startmodelle A305, A310, A410 und A440 zu 799, 999, 1.399 und 2.299 Pfund ohne Mehrwertsteuer und ohne Monitor. Gerechnet wurde mit einem ARM2 bei 8 MHz, der A305 hatte 0,5 MB, der A310 1 MB Arbeitsspeicher. Benutzt wurde er nach Darstellung von retrocompute.co.uk vor allem im britischen Schulunterricht, wo er das BBC Micro ablöste: Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Datenbanken und Programmieren in BBC BASIC. Das verbreitetste Schulmodell wurde ab 1989 der A3000.
Was daran neu war
Was der Rechner konnte: Nach Angaben von retrocompute.co.uk lieferte der A310 beim Start rund 4 MIPS, nach 4corn weit vor dem 6502 mit 1 MHz im BBC Micro, und zwar nicht über den Takt, sondern über den schlanken RISC-Befehlssatz, den Acorn mit VLSI Technology entwickelt hatte. Der Widerhaken liegt beim Betriebssystem. 4corn schreibt, der Archimedes habe eigentlich mit dem System ARX erscheinen sollen; weil das zu spät kam und schlecht lief, setzte Acorn den Notbehelf Arthur an. Arthur war ein Einzelprogramm-System mit Befehlszeile und BBC BASIC; bis zur Vorstellung kam nur eine einfache Oberfläche zum Umschalten zwischen Aufgaben hinzu. Die eigentliche grafische Oberfläche mit Mehrprogrammbetrieb kam erst als RISC OS 2 im Oktober 1988, rund 16 Monate später.

Was die Quellen offenlassen: Verkaufszahlen nennt keine der eingesehenen Quellen. Chris's Acorns datiert Arthur 1.20 auf den 25. September 1987 und RISC OS 2.00 auf den 5. Oktober 1988; die 4,8 MIPS auf jener Seite sind eigene Messungen des Autors an einem aufgerüsteten Gerät und nicht mit der Angabe von retrocompute.co.uk zum Auslieferungszustand zu vermengen.

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