Mine Winder

1820 · Winding Engine · Werk 100 von 1.871

Mine Winder, 1820, Winding Engine

A winding engine in its house beside a headframe, grooved drum with steel rope coiled across it, indicator dial showing cage position, pit yard visible through the window.

Wofür es benutzt wurde
Die Dampffördermaschine hob Kohle, Erz und Menschen aus dem Schacht. Anfangs war sie oft dieselbe Maschine wie die Wasserhaltung: Franz Dinnendahl baute ab 1803 im Ruhrgebiet Dampfmaschinen zunächst für die Wasserhaltung der Zechen, später als kombinierte Förder- und Wasserhaltungsmaschinen. Wie mühsam das um 1820 war, zeigt Hetton in Durham: Das Abteufen begann am 19. Dezember 1820, das Flöz wurde erst am 3. September 1822 erreicht, und in den ersten drei Monaten mussten 5000 Gallonen Wasser in der Minute gehoben werden. Wie eine solche Maschine aussah, zeigt das älteste erhaltene Stück des Ruhrbergbaus, gebaut um 1840 - Hersteller und Baujahr sind strittig, Harkort in Wetter 1840 oder Nering, Bögel & Co. in Isselburg 1839: stehender doppeltwirkender Zylinder mit Balancier auf einer Säule, Flachschieber, Umsteuerung von Hand über zwei Hebel, Schwungrad von 2,6 Metern; das Stirnradgetriebe 4:1 und die beiden Seiltrommeln ergänzte das Museum 1932.
Was daran neu war
Neu war um 1820 nicht die Fördergeschwindigkeit, sondern dass Schächte überhaupt dort möglich wurden, wo Wasser stand. Das Durham Record Office nennt das Durchteufen des wasserdurchlässigen Kalksteins bei Hetton eine erstmalige Leistung; ob es wirklich die erste war, lässt sich von hier aus nicht prüfen. Der Preis der Teufe stand am 16. Januar 1862 in Hartley. Der Balancier der Pumpmaschine brach und stürzte in den Schacht; 204 Männer und Kinder starben, weil dieser Schacht zugleich der einzige Ausgang war. Drei der acht Männer im getroffenen Förderkorb kamen lebend heraus, die beiden Schichten unter Tage keiner. Es war also die Pumpmaschine, nicht die Fördermaschine - getötet hat, dass Förderweg und Fluchtweg dasselbe Loch waren. Das Gesetz vom selben Jahr, 25 & 26 Vict. c. 79, schrieb daraufhin für jedes in Abbau stehende Flöz mindestens zwei Schächte oder Ausgänge vor.

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