Condie Steam Hammer

1850 · Precision Forging · Werk 102 von 1.871

Condie Steam Hammer, 1850, Precision Forging

A Condie single-frame steam hammer at work: one tall upright cast-iron standard rising beside the anvil, an overhanging head at the top of the standard, beneath it the steam cylinder itself sliding up and down in vertical guides on the standard with the hammer head bolted directly to its underside, the piston rod fixed and standing still above the moving cylinder, the hammer falling square onto the anvil block set in the floor directly below it, the smith positioning a small forging with tongs under the falling tup.

Wofür es benutzt wurde
John Condie baute in Glasgow patentierte Dampfhämmer; hergestellt wurden sie in den Govan Bar Iron Works in den Gorbals, beworben unter anderem mit einer Anzeige im Post Office Glasgow Directory 1859/60. Sie arbeiteten für den Schiffbau am Clyde, wo Wellen, Anker und Kurbelwellen geschmiedet wurden. Nach der Bildunterschrift von TheGlasgowStory sollen Wellen für Brunels Great Eastern einige Jahre zuvor mit Condie-Hämmern geschmiedet worden sein; eine unabhängige Bestätigung war nicht auffindbar. Die Kurbelwelle des Schiffes kam von Fulton und Neilson in der Lancefield-Schmiede und galt als größtes Schmiedestück, das je gemacht worden war. Das Schiff, für das sie schmiedeten, kostete schätzungsweise 500.000 Pfund und wurde später für 25.000 Pfund verkauft. Im Passagierdienst verdiente es nie Geld; sein Geld machte es als Kabelleger, mit über 26.000 Seemeilen Telegrafenkabel zwischen 1866 und 1878.
Was daran neu war
Neu war um 1850 nicht mehr der Dampfhammer, sondern sein Rang: Aus Nasmyths Erfindung von 1842 war binnen zwanzig Jahren ein Handelsgut geworden, das ein Glasgower Haus mit eigenen Patenten baute und im Adressbuch der Stadt bewarb - neben Kohlen, Kesseln und Schiffsausrüstung. Wer am Clyde eine Welle brauchte, kaufte den Hammer nicht mehr in Patricroft, sondern in den Gorbals. Der Widerhaken liegt in der Überlieferung: Von Condies Hämmern ist als Bild eine Anzeige geblieben. Der stärkste Satz, der über sie umläuft - sie hätten die Wellen der Great Eastern geschmiedet -, steht in der Unterschrift unter eben dieser Anzeige und ließ sich sonst nirgends bestätigen. So sieht der Nachruhm eines Zulieferers aus.

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