The Olive Case

1960 · Resuscitation Training Manikin · Werk 1063 von 1.871

A bare drill hall of an ambulance depot in London on a foggy winter morning, pale light from tall arched windows, on a trestle table an open case of olive-green hard board with a dark green handle, green corner fittings and brass catches, lined grey inside, strapped into it with pale canvas straps a life-size training manikin in a blue tracksuit, seen from directly behind the head, only blond synthetic hair toward the lens, the face turned fully away, the inside of the lid plain grey, two hands in plain dark navy sleeves lowering an orange pump cylinder into the case.

Wofür es benutzt wurde
Resusci Anne ist eine lebensgroße Übungspuppe für die Wiederbelebung. Åsmund S. Lærdals Werkstatt in Stavanger, 1940 als Kinderbuch- und Spielzeugbetrieb gegründet, baute seit 1953 für den norwegischen Zivilschutz aufklebbare Wundmoulagen; der Satz „Practoplast" umfasste 33 Stück. Danach entstand die Übungspuppe aus Kunststoff: Prototyp im Mai 1960 in Baltimore vorgestellt, Debüt im September 1960 in Stavanger auf dem First International Symposium on Resuscitation. Geübt wurde daran die Mund-zu-Mund-Beatmung, auf Peter Safars Vorschlag später auch die Herzdruckmassage. Das National EMS Museum nennt als Übende der frühen 1970er Jahre Rettungsassistenten, Pflegekräfte, Feuerwehrleute und Polizisten. Bjørn Lind hatte die Methode 1958 auf einer Tagung der Scandinavian Society of Anaesthesiologists kennengelernt und unterrichtete sie, ohne ein Übungsgerät zu haben.
Was daran neu war
Das Wood Library-Museum of Anesthesiology nennt die 1960 eingeführte Puppe die erste lebensnahe Puppe, an der beide Techniken geübt werden konnten. Kennzeichnend war die Rückmeldung an den Übenden: nach Laerdal zeigten Zeiger korrekte Beatmung und Kompression an; nach dem National EMS Museum musste der Hals überstreckt werden, um den Atemweg zu öffnen, und der Ausbilder erzeugte mit einem Handball über Gummiblasen im Hals einen Karotispuls. 1971 folgte eine „Recording Resusci Anne" mit Drucker. Der Widerhaken steckt im Gesicht: nach Archer S. Gordons Darstellung „A Death Mask to Save Lives", die medicine.museum wiedergibt, erzählte Lærdal 1960 in New York, er habe bei seinen Schwiegereltern die Totenmaske eines jungen Mädchens an der Wand gesehen. Weiblich blieb das Gesicht nach Darstellung des National EMS Museum, weil Männer eine männliche Puppe nur ungern geküsst hätten.

Was die Quellen offenlassen: Das Jahr 1960 tragen Wood Library-Museum und National EMS Museum; medicine.museum nennt daneben Safars Angabe 1959 und Gordons „Winter 1960" — gezählt werden Prototyp, Vorführung und Markteinführung. Die Szene bei den Schwiegereltern steht allein auf Gordons Bericht, dessen Originaltext nicht eingesehen wurde. Stück- und Verkaufszahlen nennt keine Quelle. Das Katalogstück des Wood Library-Museum stammt aus dem Vertrieb 1982-2000. Der Titel „The Olive Case" ließ sich nicht belegen.

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