The Studded Hemisphere

1968 · Gamma Knife Collimator Helmet · Werk 1070 von 1.871

A windowless concrete treatment room of a private hospital in Stockholm on a winter afternoon, a single lamp low at one side grazing every surface, in a scuffed cream-white painted steel cradle a tilted hemisphere of matt brown-grey steel half a metre across, densely studded with about two hundred round bushings, each with a small hole at its centre, around its rim a flange with bolts and a side bearing axle, behind it the dark round opening of a massive steel housing, a hand in a white coat sleeve tightening a bolt on the flange, the foot of an empty narrow couch with a smooth white sheet, long raking shadows from every bushing.

Wofür es benutzt wurde
Das erste Gamma Knife, gebaut bei Motala Verkstad, stand zunächst am Forschungsreaktor Studsvik, wo es mit Kobalt-60 beladen wurde und wo nach der Geschichte der International Stereotactic Radiosurgery Society die ersten 2 Patienten behandelt wurden, und zog dann ans Sophiahemmet in Stockholm. Betrieben wurde es von dem Neurochirurgen Lars Leksell am Karolinska und dem Strahlenbiologen Börje Larsson vom Gustaf-Werner-Institut der Universität Uppsala. Nach Angabe der Neurochirurgie der University of Pittsburgh war der Prototyp ausdrücklich für die funktionelle Neurochirurgie gebaut, also für Schmerz, Bewegungsstörungen und bestimmte Verhaltensstörungen. Die Elekta-Firmengeschichte datiert die erste Behandlung mit dem Gerät auf den 2. November 1967 und nennt als Diagnose ein Kraniopharyngeom. In den ersten 8 Jahren kamen nach der ISRS-Geschichte 127 Patienten zusammen.
Was daran neu war
Kennzeichnend war der halbkugelförmige Kollimatorhelm, in dem viele einzelne Kobalt-60-Bündel so gerichtet werden, dass sie sich in einem Punkt treffen; die ISRS-Geschichte nennt für das erste Gerät 179 Kobaltquellen in Halbkugelanordnung. Die oft genannten 201 Quellen gehören nicht zu diesem Gerät, sondern zum späteren Modell U; das Gerät in Pittsburgh von 1987 war nach Angabe der dortigen Neurochirurgie das erste Gamma Knife mit 201 Quellen in Nordamerika. Der Widerhaken steckt im Umbau: das 1975 am Radiumhemmet aufgestellte zweite Gerät wurde nach Darstellung des Czech Technical Journal für ein kugelförmigeres Dosisprofil neu entworfen, das sich besser für Hirntumoren und Gefäßfehlbildungen eignete; Elekta beschreibt das Bestrahlungsziel des Prototyps als schmal und scheibenförmig.

Was die Quellen offenlassen: Die Quellenzahl des ersten Geräts wird verschieden angegeben: 179 (ISRS-Geschichte) gegen 178 geladene statt 180 geplanter (Elekta). In Studsvik behandelt: 2 Patienten (ISRS) gegen nur den ersten (Elekta; der zweite nach dem Umzug ans Sophiahemmet 1968). Zweites Gerät am Radiumhemmet: Ende 1974 (Elekta) gegen 1975 (ISRS, CTJ). Die Form der Kollimatoröffnungen des ersten Helms nennt keine der geöffneten Fachquellen; der Originalaufsatz Leksells war nicht im Volltext erreichbar.

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