The Red-Capped Grips

1949 · Mechanical Master-Slave Manipulator · Werk 1086 von 1.871

A research laboratory near Chicago on a grey March afternoon, cool light from ceiling tubes, a thick wall of bare grey concrete with a deep window of slightly greenish heavy glass, above it a long horizontal matt grey steel tube passing through the wall, on this side the operating end with two handgrips with red caps, small rollers and jointed links, a man's hand in a rolled-up white shirt sleeve closing around one grip, beyond the glass the far arm dropping vertically, a thick grey tube ending in small steel tongs holding a glass flask above a steel tray, the far room lit warm, a wooden stool on the concrete floor.

Wofür es benutzt wurde
Mechanischer Master-Slave-Manipulator für die heiße Zelle: Der Bediener steht hinter einer Abschirmwand und führt den Mastergriff, der Slave-Arm auf der anderen Seite ahmt die Bewegung nach, sodass radioaktives Material gehandhabt werden kann, ohne dass ein Mensch daneben steht. Entwickelt wurde das Gerät in der Remote Control Engineering Division des Argonne National Laboratory unter R. C. Goertz. Sein Bericht "Master slave manipulator" ist auf den 7. März 1949 datiert und wurde am 24. Juni 1949 aus der Geheimhaltung entlassen.
Was daran neu war
Fest steht der Zeitpunkt: Goertz' Bericht vom 7. März 1949, freigegeben nach gut 3 Monaten, aus einer Abteilung, die es ohne das Kernprogramm nicht gegeben hätte. Bicker und andere (2004) ordnen die entscheidenden Entwicklungen der Fernhandhabung in die Mitte des 20. Jahrhunderts ein und nennen als Treiber den Strahlenschutz in der Kerntechnik; ihre Vorgeschichte beginnt bei Stöcken über dem Feuer und bei der Schmiedezange. Ihr Literaturverzeichnis führt Goertz' Arbeiten von 1952 bis 1964, darunter "A force reflecting positional servo mechanism" (1952). Der Widerhaken: Das Gerät macht die Arbeit nicht ungefährlich, es schiebt die Gefahr hinter eine Wand - und bindet den Menschen zugleich fest an sie, denn ohne seine Hand bewegt sich nichts.

Was die Quellen offenlassen: Der Bericht selbst liegt bei OSTI als Scan vor (ANL-4311; dass dies derselbe Bericht wie AECD-2635 ist, belegt Google Books). Er nennt Goertz als Leiter eines Teams der Abteilung, nicht als alleinigen Erfinder. Modellnummern und Kraftrückmeldung bleiben weg. Von Bicker u. a. war nur das Abstract samt Literaturliste zugänglich. Eine Prioritätsaussage tragen die geöffneten Quellen nicht.

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