Steam Printing Press

1814 · Printing Press · Werk 109 von 1.871

Steam Printing Press, 1814, Printing Press

A Koenig steam-driven cylinder printing press, sheets fed in at one end and delivered printed at the other, inking rollers above the type bed, newspaper quires stacked alongside.

Wofür es benutzt wurde
In der Nacht zum 29. November 1814 druckte die Londoner Times ihre Ausgabe zum ersten Mal auf einer dampfgetriebenen Maschine von Friedrich Koenig und Andreas Bauer. John Walter der Jüngere hatte zwei Maschinen in einem Nachbargebäude aufstellen lassen, weil die Pressmeister geschworen hatten, jede Maschine zu zerstören, die ihre Arbeit bedrohte. In jener Nacht hielt er sie mit dem Hinweis hin, man warte auf Nachrichten vom Kontinent, und trat dann vor sie mit der fertigen Zeitung. Das Blatt schrieb selbst, es lege der Öffentlichkeit "das praktische Ergebnis der größten Verbesserung, die mit dem Druck verbunden ist, seit der Entdeckung dieser Kunst selbst" vor, und nannte die Leistung: elfhundert Bogen in der Stunde.
Was daran neu war
Elfhundert Bogen in der Stunde gegen rund 250 auf der Stanhope-Presse, also mehr als das Vierfache, und das ohne die Muskelarbeit an der Handpresse. Neu war nicht der Dampf allein, sondern die Bauart: Zylinder führten den Bogen über die liegende Form, Walzen schwärzten sie, wo vorher Ballen von Hand aufgetragen wurden. Es war auch kein Sprung aus dem Nichts, sondern die Steigerung von Koenigs eigener älterer Maschine, die etwa 800 Bogen schaffte. Der Widerhaken: Koenig hatte davon wenig. Streit mit seinem Geldgeber Thomas Bensley verhinderte die Serienfertigung in England, 1817 ging er zurück nach Deutschland, kaufte bei Würzburg das säkularisierte Kloster Oberzell und gründete dort mit Bauer die Fabrik, die bis heute Druckmaschinen baut.

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