1972 · Instant Folding Reflex Camera · Werk 1129 von 1.871
The wooden porch of a summer house on Cape Cod, Massachusetts, in late afternoon, golden sun from the side, on a weathered table an unfolded instant camera eighteen centimetres long, brushed pale stainless steel with light-brown leather on the viewfinder housing and the lid, a round lens ring, a red shutter button, two small knurled wheels on top, a plain dark flap below the lens, a black folding bellows in a triangle at its side, a dark square picture with a white border sliding out of the slot at its front, a hand holding a second picture by its white border, its square pale blue-green, a glass of lemonade soft behind.
Wofür es benutzt wurde
Die SX-70 war eine Sofortbildkamera, die zusammengeklappt rund einen Zoll dick wurde; der Sucher diente beim Aufklappen als Griff. Edwin Land zeigte sie am 25. April 1972 auf der Hauptversammlung von Polaroid, der Verkauf begann Ende 1972 zunächst im Raum Miami, landesweit im Herbst 1973 zu 180 Dollar, Film 6,90 Dollar für zehn Blatt. Nach dem Auslösen klappte der Spiegel über dem Filmpack um und lenkte das Licht auf das oberste Blatt; motorisch getriebene Walzen schoben es heraus, wo es im Licht fertig wurde. Die Science Museum Group datiert ihr Exemplar des Modells I auf etwa 1973.
Was daran neu war
Sie verband zwei Dinge, die vorher nicht zusammengingen: Spiegelreflexsicht durch das Aufnahmeobjektiv und ein Bild, das sich ohne Abziehen einer Negativschicht außerhalb der Kamera entwickelte, in einem Gehäuse, das zusammengeklappt gerade noch in eine Tasche passte. Der Widerhaken sind die Zahlen danach. Polaroid gab im Januar 1974 an, 1973 seien 415.000 Stück verkauft worden, erwartet war 1 Million; die Aktie verlor zwischen 1972 und 1974 rund 90 Prozent. Hunderttausende fehlerhafte Filmpacks mit zu schwachen Batterien mussten zurückgenommen werden, und Phil Baker schätzte, dass Scharfstellprobleme 30 Prozent der Bilder verdarben.
Was die Quellen offenlassen: Die Entwicklungskosten bleiben offen: Technologizer sagt ausdrücklich, die Schätzungen gingen auseinander und lägen alle im Bereich hunderter Millionen Dollar. Verkaufszahlen, Aktienkurs und die 30-Prozent-Schätzung stehen nur dort, nicht im Museumsdatensatz; der Datensatz der Science Museum Group enthält keinen beschreibenden Text.