The Magenta Switches

1970 · Sixteen-Bit Bus Minicomputer · Werk 1184 von 1.871

A narrow corner room of a telephone research laboratory in New Jersey on a bright summer morning, sunlight striped by venetian blinds, a cream-white rack cabinet with black blank panels framed in yellow, at its top a flat computer unit with a black front in a cream-white frame under a plain magenta band, two rows of small glowing lamps, a row of eighteen magenta paddle switches and a small key switch, every surface plain and unmarked, beside it a teleprinter with pale yellow paper curling over its back, a typist in a patterned blouse seen from directly behind, face turned fully away, a hand from the edge lifting one magenta switch.

Wofür es benutzt wurde
Angekündigt im Januar 1970, erste Lieferung im März 1970, Grundpreis 10.800 Dollar nach DECs Preisliste vom 1. November 1970 für Prozessor, 4K Worte Speicher, Bedienfeld, Montagerahmen und Fernschreiber. Nach DECs Firmengeschichte von 1992 gingen in der ersten Woche 150 Bestellungen ein; die Zählung von "Computers and Automation" nennt 546 PDP-11 weltweit im April 1971, 2.002 im April 1972 und 2.740 des Modells 11/20 im Juni 1972, jeweils nach Angaben von DEC. Die bekannteste Installation stand in den Bell Laboratories in Murray Hill: beantragt Anfang 1970, bestellt im Mai, Anlagenpreis etwa 65.000 Dollar - darauf lief die erste PDP-11-Fassung von Unix, und im zweiten Halbjahr 1971 setzten 3 Schreibkräfte der Patentabteilung damit Patentanmeldungen. Der Widerhaken: dieselbe Anlage bekam ihre Platte erst im Dezember 1970, weil die Maschine so neu war.
Was daran neu war
Neu war der eine Bus: Prozessor, Speicher und alle Peripheriegeräte hingen am selben Pfad aus 56 Leitungen, Geräte waren als Speicheradressen ansprechbar, und Übertragungen von Eingabe-zu Ausgabegerät konnten den Prozessor völlig umgehen, maximal 1 Wort je 750 Nanosekunden. DECs eigener Anspruch trägt drei Einschränkungen - erster Minirechner, der alle Systemteile an einen einzigen, bidirektionalen, asynchronen Bus bringt; das Handbuch von 1970 beansprucht für den Prozessor eine einzigartige Kombination von Eigenschaften, die es bei 16-Bit-Rechnern zuvor nicht gegeben habe. Gordon Bell und William Strecker nennen 1975 als Vergleichspunkt den Ein-/Ausgabebus des IBM 360 und erheben keinen Erstanspruch, und DEC selbst brachte 1970 mit dem PDP-8/E den synchronen Omnibus heraus. Der Widerhaken steht bei den Konstrukteuren selbst: die begrenzte Adressierung, beim Entwurf nur für die nächste Zukunft gelöst, nennen sie ein kostspieliges Versäumnis.

Was die Quellen offenlassen: Zwei Ankündigungsdaten stehen nebeneinander: Datapro schreibt Januar 1969, die zeitgenössische Fachpresse Januar 1970; die erste Lieferung nennen beide mit März 1970. Die Installationszahlen stammen von DEC selbst. Die Zahl 2.740 steht in der Zählung vom Juni und vom Oktober 1972 gleich, die Oktoberangabe ist also wahrscheinlich nicht fortgeschrieben. Eine Patentnummer für den Unibus wurde nicht belegt.

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