1982 · Desktop Office Computer · Werk 1196 von 1.871
The planning office of a textile works in Thuringia on a spring afternoon, warm sun through white net curtains, on a veneer desk a low office computer sixty-seven centimetres wide, its front olive brown, its sides cream-white, a light grey metal top, at the left a greenish-grey screen in a brown rounded frame glowing with soft blurred rows, in the middle a small blank plate and a key lock, at the right three black floppy disk slots one above another, before it a flat keyboard in a cream-white tray with black keys, every key blank, every surface plain and unmarked, a hand sliding a floppy disk into the middle slot.
Wofür es benutzt wurde
Der Bürocomputer A 5120 kam 1982 aus dem VEB Buchungsmaschinenwerk Karl-Marx-Stadt und wurde unter dem Namen Robotron vertrieben. Das Heinz Nixdorf MuseumsForum nennt ihn den ersten Bürocomputer, den der Betrieb auf den Markt brachte, und zählt als Einsatzfelder die laufende Büroarbeit, Programmentwicklung, Maschinensteuerung und Datenumsetzung auf; robotrontechnik.de nennt zusätzlich Messplätze und den Betrieb als Terminal. Er arbeitete mit 2 Prozessoren U880 bei je 2,25 Megahertz und erreichte bis zu 625.000 Operationen je Sekunde. Der Arbeitsspeicher betrug zunächst 16 Kilobyte, ab Mitte der 1980er Jahre gab es eine Platine mit 64 Kilobyte. Die ersten Geräte speicherten auf 2 Magnetkassettenlaufwerken K 5200, später kamen Diskettenlaufwerke mit 8 Zoll hinzu. Das Gerät maß 33,5 mal 67 mal 46 Zentimeter und wog 35,7 Kilogramm. Gebaut wurden nach robotrontechnik.de etwa 22.200 Stück; der Preis lag anfangs bei 39.384 Mark, 1987 bei 26.807 Mark.
Was daran neu war
Kennzeichnend war der Zuschnitt auf das Büro bei gleichzeitiger Anlehnung an westliche Software: Als Betriebssystem lief ab Mitte der 1980er Jahre SCP, ein an CP/M angelehntes System, daneben CP/A. Darin liegt der Widerhaken - robotrontechnik.de hält fest, dass die Betriebssysteme des A 5120 trotzdem nicht unmittelbar mit westlichen Rechnern verträglich waren, weil Teile der Diskettensteuerung in Software erledigt wurden. Das Heinz Nixdorf MuseumsForum zählt den A 5120 zu den "interessantesten und durchdachtesten Rechnerkonzeptionen der DDR".
Was die Quellen offenlassen: Die Rolle der 2 Prozessoren wird unterschiedlich beschrieben: HNF und robotrontechnik.de sprechen von einem zweiten Prozessor für den Datenverkehr mit äußeren Einheiten, das Computermuseum Stuttgart von 2 parallel geschalteten Zentraleinheiten, von denen nur eine aktiv ist. Stuttgart datiert sein eigenes Gerät auf 1984. Ob die 3 Schlitze des Bildes Laufwerke zeigen, ist offen; die verbreitetste Ausführung hatte nach robotrontechnik.de drei Diskettenlaufwerke K5601.