1985 · Massively Parallel Computer · Werk 1197 von 1.871
A dark computer room in Cambridge, Massachusetts late at night, a matt black cube one and a half metres on each side standing alone on a polished black floor, built from eight smaller black cubes, the upper four set slightly apart, black ribbed ventilation grilles in the joints between them, on its side faces tall vertical fields of tiny red lights glowing in irregular scattered patterns, their red glow mirrored in the polished floor, every surface plain and unmarked, far to one side a low grey desk with a dark terminal glowing faint grey, a tall window far behind with the faint blue night light of the city.
Wofür es benutzt wurde
Die Connection Machine CM-1 der Firma Thinking Machines war ein massiv paralleler Supercomputer, bei dem viele Prozessoren gemeinsam an einer Aufgabe arbeiteten. Das Computer History Museum gibt für die Vollausstattung 65.536 einfache Prozessoren mit 1 Bit Breite an, 16 je Chip auf 4.096 Chips, verbunden als Hypercube in 12 Dimensionen; das Gehäuse maß etwa 147 mal 157 mal 145 Zentimeter und wog 1.000 Pfund. Jeder Prozessorchip trug nach dem Museum eine Leuchtdiode, mit der Programmierer den Lauf ihrer Programme verfolgen konnten. Als Anwendungen nennt das Museum Börsenhandel in Echtzeit, künstliche Intelligenz und Strömungsmechanik. Eine Maschine kostete nach dem Bericht von Gary Taubes etwa 5 Millionen Dollar. Die Fertigstellung der ersten CM-1 kündigte die Firma im Mai 1985 an.
Was daran neu war
Was sie konnte, was ein einzelner Prozessor nicht konnte: 65.536 Rechenwerke führten denselben Befehl gleichzeitig auf verschiedenen Daten aus. Neu war dieses Verfahren nicht - das Computer History Museum stellt die CM-1 ausdrücklich neben die ILLIAC IV und nennt sie wie diese eine SIMD-Maschine, die nur für bestimmte Aufgaben zu gebrauchen sei. Der Widerhaken sitzt im Rechenwerk: Nach der Darstellung des Good Science Project konnte die CM-1 noch kein FORTRAN ausführen, und die genannten etwa 2,5 Milliarden Operationen je Sekunde waren keine Gleitkommaoperationen, auf die die meisten Forschungsaufgaben angewiesen waren. Taubes berichtet, die Firma habe 7 CM-1 verkauft, und das auch nur, weil die DARPA die Geschäfte überwiegend bezuschusste; im August 1994 ging Thinking Machines in Gläubigerschutz.
Was die Quellen offenlassen: Die Zählungen gehen auseinander: Taubes nennt 7 verkaufte CM-1, das Good Science Project rund 12 bis 1987 gekaufte Maschinen, etwa die Hälfte davon von der DARPA für deren Auftragnehmer. Das Jahr des Gläubigerschutzes wird dort mit 1993 angegeben, bei Taubes und dem Computer History Museum mit 1994. Ein Datum der ersten Auslieferung nennt keine Quelle.