The electroplating workshop of a silversmith near Paris at midday in summer, white daylight from a glazed roof through faint steam, on a platform a dynamo fifty-four centimetres high, a red-brown cast-iron frame of two side cheeks with a lifting eye on top, above and below two horizontal field coils wound in black, between them a ring armature of dark windings behind a red-brown upright pole piece with a small plain brass plate, at the right a brass brush gear and a silver-grey pulley with a leather belt, copper bars running to stoneware tanks with spoons and jugs hanging in the baths, a worker's hands lifting a wire basket of spoons.
Wofür es benutzt wurde
In den Galvanikwerkstätten ersetzten Gramme-Maschinen die Batterien, die bis dahin den Strom für das Versilbern lieferten; das Heft des Musée des arts et métiers nennt genau das: „remplacer les piles dans les ateliers de galvanoplastie“. Für Christofle nennt es eine vierpolige Gramme-Dynamo, die auf Messingbesteck 600 g Silber in einer Stunde niederschlug. Für die Elektrometallurgie im engeren Sinn, Gewinnung und Raffination von Metallen, ausdrücklich ohne das Galvanisieren, setzte Joseph W. Richards 1891 in den US Naval Institute Proceedings den Beginn auf 1865: Wildes magnetelektrische Maschine habe große Ströme um ein Vielfaches billiger geliefert als die Batterie.
Was daran neu war
Kennzeichnend für den Gramme-Ring ist die geschlossene, durchgehend bewickelte Ringwicklung mit Kommutator, die einen stetigen Gleichstrom gibt statt der Stromstöße älterer Magnetmaschinen. Der Vorrang ist nicht Grammes: das Heft des Musée des arts et métiers schreibt, Pacinottis Maschine von 1860 und 1864 habe die Merkmale des Gramme-Rings bereits besessen - Elektromagnete, durchgehend bewickelter Ring, Kommutator - und sei erst nach Grammes Erfolg bekannt geworden; Gramme habe später über sein Patent die ausschließliche Eigentümerschaft am Prinzip der Dynamo beansprucht. Ausgezeichnet wurde er: 1880 mit 20.000 Franc des französischen Staates, 1888 mit dem Prix Volta über 50.000 Franc.
Was die Quellen offenlassen: Zur abgebildeten Werkstatt von 1881 ist keine Quelle geprüft. Die Christofle-Angabe (600 g in einer Stunde) steht im Museumsheft bei der 1872 fertig entwickelten vierpoligen Maschine. Die Einschätzung zu Pacinotti ist die des Hefts. Das PDF liegt auf einem EDF-Server, ist nach eigener Angabe aber eine Veröffentlichung des Musée des arts et métiers.