The Water Wagtail

1942 · Towed Rotor Kite · Werk 1252 von 1.871

The assembly hall of an aircraft works near Bremen on a winter morning, cold white light from high windows, a small motorless rotor kite standing on two long skids, a slender frame of two pale grey-blue steel tubes in an inverted T, a small panel of three round blank dials with plain marks, a simple seat with an olive canvas back and straps, a control stick hanging from the rotor head, above it three broad pale rotor blades held level by taut bracing wires, at the rear an open lattice boom with a large fabric-covered fin, beside it on trestles two long grey steel storage tubes, a worker's hands tightening one wire.

Wofür es benutzt wurde
Ein Rotordrachen, den U-Boote hinter sich herschleppten, um über die niedrige Sehhöhe des Turms hinauszukommen. Nach Angaben des National Air and Space Museum hing er an einem Stahlseil von 300 m und stieg bei 80 km/h Schleppfahrt bis auf 220 m; die Sicht reichte dann bei klarem Wetter bis 53 km, aus 100 m noch 35 km. Eingesetzt wurde er vor allem im Indischen Ozean auf Booten des Typs IX D2, weil die Alliierten den Atlantik beherrschten; der erste Einsatz erfolgte im April 1943 mit U 177. Vier Mann bauten ihn bei ruhiger See in 3 Minuten auf; verstaut lag er in zwei Röhren von etwa 3,75 m im Turm. Weser-Flugzeugbau baute etwa 200 Stück.
Was daran neu war
Kennzeichnend war ein Fluggerät ohne eigenen Antrieb, das die Sehhöhe eines U-Boots von der Turmhöhe auf bis zu 220 m hob. Der Preis stand im Entwurf: Das National Air and Space Museum beschreibt die Lage des Kommandanten als Wahl zwischen dem Risiko für Boot und Besatzung bei der Bergung des Fliegers und dem Tauchen, das den Flieger so gut wie sicher sterben ließ. Für den Notfall gab es einen Hebel über dem Sitz: Schleppseil und Rotornabe lösten sich, eine dabei herausgezogene Leine öffnete einen Fallschirm, dann löste der Flieger den Sitzgurt. Belegte Erfolge sind dünn: Das Museum nennt ein mit Hilfe des Fa 330 am 5. August 1943 von U 177 versenktes Schiff und sagt, über weitere Einsätze gebe es kaum belastbare Angaben.

Was die Quellen offenlassen: Das Museum nennt im Fließtext 8,53 m Rotordurchmesser, in den Daten des Exemplars 7,315 m; der Durchmesser steht deshalb nicht im Text. Zur Zahl der Einsätze sagt die Quelle ausdrücklich, belastbare Angaben fehlten. Der Name des am 5. August 1943 versenkten Schiffes wird dort nicht genannt.

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