Pencils on Rings

1974 · Flown Cosmonaut Logbooks · Werk 1268 von 1.871

The cramped interior of an orbital space station, pale grey-green padded walls with strips of grey hook-and-loop tape, grey cables along the wall, soft white lamp light, floating weightless before the wall two small notebooks tethered by twisted pale wire loops through three holes at their top edge, one with a translucent red plastic cover, one in dark red-brown leatherette with small white specks, both with their plain back covers toward the lens, beside them six pencils in black, brown, blue, red, green and yellow, each fixed at its end to a small steel ring, one pencil drifting free, a hand in a grey-blue cotton sleeve steadying one notebook.

Wofür es benutzt wurde
Ein sowjetisches Bordhandbuch: ein gebundenes Heft mit Tabellen, die die Besatzung im Flug von Hand ausfüllte. Für ein erhaltenes Stück dieser Art sind die Angaben belegt: das mitgeflogene Bordbuch des Sojus-T-5-Kommandanten Anatoli Beresowoi, russisch, 186 Seiten, etwa 19 mal 25 cm, zusammengehalten von 2 Metallringen, die Tabellen mit Bleistift ausgefüllt, geflogen vom 13. Mai bis 10. Dezember 1982. Nach der Prüfung von Scientific American schrieben, gestützt auf NASA-Historiker, ursprünglich amerikanische Astronauten wie sowjetische Kosmonauten mit Bleistift.
Was daran neu war
Eine Neuerung trägt der Gegenstand selbst nicht; neu war das Schreibgerät, das ihn hätte ersetzen können. Scientific American belegt: 1965 kaufte die NASA 34 Druckbleistifte für 4.382,50 Dollar, also 128,89 Dollar je Stück; nach der öffentlichen Empörung übernahm sie ab 1967 den Kugelschreiber AG-7 von Paul C. Fisher, dessen Entwicklung die Firma selbst bezahlte, und bestellte 1968 davon 400 Stück. Die Sowjetunion orderte 1969 nach demselben Beleg 100 Stifte und 1.000 Minen, beide Seiten mit 40 Prozent Mengenrabatt zu 2,39 Dollar. Der Widerhaken: Der Bleistift war also keine sowjetische Eigenart, und er blieb trotzdem - 1982 füllte Beresowoi seine Tabellen weiter mit Bleistift aus.

Was die Quellen offenlassen: Für 1974 selbst konnte kein Bordbuch belegt werden. Die Angaben zur Bauform stammen von einem Auktionsbeleg (RR Auction, Auktion 429, Mai 2014) zu einem Stück von 1982 mit Echtheitsbestätigung des Kosmonauten, nicht von einem Museum. Die Stift- und Bleistiftzahlen stehen in der Prüfung von Scientific American, die sich auf AP 1968 und UPI 1969 beruft.

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