Morse Register

1844 · Writing Telegraph · Werk 128 von 1.871

Morse Register, 1844, Writing Telegraph

A Morse register in the Capitol committee room in Washington, a small brass mechanism on a wooden base: weight driven clockwork feeding a paper tape as narrow as a finger, like a long thin ribbon, between two small rollers and under the stylus of the armature lever, the embossed ribbon curling off the far side of the mechanism and coiling in loops on the table, an electromagnet beneath the lever, the tape completely blank apart from a line of tiny dents, the falling weight on its cord below the table edge, the paper nowhere wider than a finger.

Wofür es benutzt wurde
Der Register war der schreibende Empfänger der Versuchslinie Washington-Baltimore, vierzig Meilen, gebaut aus den 30000 Dollar, die der Kongress am 3. März 1843 bewilligte. Am 24. Mai 1844 sandte Morse aus dem Saal des Obersten Gerichtshofs im Kapitol die Zeile What hath God wrought an Alfred Vail am Bahnhof Mount Clare in Baltimore; die Library of Congress hält den Streifen dieser Sendung. Die erste Verwendung, die trägt, war politische Geschwindigkeit: die Ergebnisse des Demokratischen Konvents von Ende Mai 1844 in Baltimore lagen in Washington vor, ehe ein Zug sie bringen konnte; Silas Wright lehnte die ihm per Telegraf angebotene Vizepräsidentschaft auf demselben Weg ab. Als bezahlter Dienst ab 1845, zu einem Viertelcent je Zeichen, brachte die Linie in den ersten sechs Monaten 413,44 Dollar ein und kostete 3244,99; in den ersten vier Tagen wurde eine einzige Nachricht aufgegeben, von einem neugierigen Stellenbewerber.
Was daran neu war
Ein Uhrwerk zog einen Papierstreifen an einem Stift vorbei, den der Elektromagnet anschlug: kurze Stromstösse gaben Punkte, längere Striche, und damit lag die Meldung als Schriftstück vor. Die Nadeltelegrafen hinterliessen nichts; genau diesen Unterschied nennt die IEEE, wenn sie Schillings Apparat nur eine sichtbare Anzeige und Morse die graphische Aufzeichnung zuschreibt. Das Aufschreiben durch den Apparat war nicht neu, Steinheils Schreibtelegraf von 1837 hatte den Gedanken bereits, und wem Code und Apparat zu verdanken sind, ist offen: das Smithsonian-Archiv geht nicht weiter, als dass manche Quellen Alfred Vail den Hauptanteil an der Vollendung der Instrumente zusprechen. Und die Aufzeichnung, um deren willen der Code überhaupt aus Punkten und Strichen bestand, verschwand wieder: die Beamten lernten das Klicken des Empfangsmagneten nach Gehör zu lesen, und der Streifen wurde abgeschafft.

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