1938 · Blow-Moulded Plastic Bottle · Werk 1292 von 1.871
The experiment station of a plastics firm in Connecticut on a hazy summer morning, soft light through wire-glass windows, on an oil-stained workbench a cast-iron blow mould with its two halves swung open and an air hose, standing beside it a freshly blown hollow body sixteen centimetres tall and seven wide in thin translucent yellowish-grey plastic, broad and rounded at the base and gently tapering upward, the wall thin and slightly wavy with fine vertical flow streaks, at the top an open irregular frayed rim, a tin tray of small pellets, a blank slip of paper and a pencil, an extrusion press soft behind, hands in leather work gloves at the mould.
Wofür es benutzt wurde
Ferngrens Verfahren für die Plax Corporation formte Kunststoffflaschen durch Blasen. Das Verfahren selbst beschreibt im Prozess Plax gegen Elmer E. Mills Corp. der Anwalt der Klägerin, wie ihn das Urteil wiedergibt: Ein Schlauch wird aus der Düse unmittelbar in eine Form ausgestoßen, darin durch Blasen aufgeweitet und dann gekühlt.
Was daran neu war
Die Verfahren der Glasindustrie ließen sich nicht übertragen. Das Urteil selbst stellt fest, sie würden im Kunststoffbereich "not make a satisfactory product"; ein Zeuge habe andere beim Gob-Blasen scheitern sehen; ein Glasfachmann sagte über Versuche nach dem Howard-Patent, man habe "never made a bottle with a proper finish". Entgegengehalten wurden Patente aus Glas, Kautschuk und Guttapercha, darunter Armstrong von 1851 und Carpenter von 1881; das Gericht befand, Heist, Armstrong, Soubier und Howard nähmen die Streitpatente nicht vorweg. Ferngrens Patent 2.128.239 wurde am 30. August 1938 erteilt, angemeldet am 25. Februar 1933. Der Widerhaken: Die kommerzielle Verwertung begann nach dem Vortrag des Klägeranwalts erst "about 1941".
Was die Quellen offenlassen: Der Titel "Formula Y" beruht auf dem Smithsonian-Eintrag zur Flasche 1983.0626.05, der bei der Prüfung nicht abrufbar war; dessen Angaben (Maße, Schenker, Zettelaufschrift, Patentnummer) sind deshalb nicht übernommen. Produktionsmengen und Beschäftigtenzahlen stammen aus Prozessvortrag.