Hughes Type Printer

1855 · Printing Telegraph · Werk 130 von 1.871

Hughes Type Printer, 1855, Printing Telegraph

A Hughes printing telegraph on its cast iron frame in a Paris telegraph office: a row of twenty eight piano style keys, black and white like a small piano keyboard, set along the front of the mahogany-topped instrument, behind them a spinning brass type wheel with the letters around its rim printing onto a narrow strip of paper tape, an inked ribbon, the falling weight motor hanging beneath the table on its cord and the vibrating spring governor beside the wheel, the operator seated pressing one key at a time.

Wofür es benutzt wurde
Ein Typendrucker, der die Meldung am anderen Ende in gewöhnlicher Druckschrift auf einen Streifen setzte. In den Vereinigten Staaten wurde der Apparat angenommen, aber sehr wenig benutzt; Hughes ging 1857 nach England, 1863 nahm ihn die United Kingdom Telegraph Company auf, mit der Verstaatlichung von 1870 kam er an die Post, und die Submarine Telegraph Company arbeitete damit auf den Verbindungen zum Kontinent. Das Science Museum hält fest, dass die Geräte vor allem auf Seekabeln nach Europa liefen und erstklassige Bedienungen dreißig Wörter in der Minute schafften. In Europa waren bis 1930 mehr als 2300 Apparate in Betrieb; die Tastatur hatte 28 Tasten, vierzehn schwarze und vierzehn weisse. Der Amerikaner, dessen Maschine daheim liegen blieb, lieferte damit rund siebzig Jahre lang, von den 1860ern bis 1930, das Gerät der europäischen Fernverbindungen.
Was daran neu war
Ein einziger, immer gleicher Stromstoss je Zeichen, dessen Bedeutung im Zeitabstand zum vorigen lag: das Typenrad lief durch, und der Anschlag traf den Buchstaben, den es gerade erreicht hatte. Damit entfiel das Übertragen in Klartext am Empfangsort. Erstheit ist hier nicht zu holen - Versuche mit Typendruck gehen in die 1830er Jahre zurück, und Geistbeck schreibt die ersten Typendrucktelegrafen 1837 Alfred Vail zu. Zur Geschwindigkeit widersprechen sich die Quellen: Geistbeck 1887 nennt sicher 150 Buchstaben oder 25 Wörter in der Minute, das Science Museum 30 Wörter, die RWTH-Sammlung 3 bis 4 Zeichen je Sekunde. Der Vorzug, dass jeder den Streifen ohne Code lesen konnte, wurde teuer bezahlt: die Ausbildung einer Bedienung dauerte sechs bis neun Monate, und Geistbeck hielt 1887 fest, der Apparat erfordere monatelange Vorübungen und häufige Reparaturen und sei nur auf großen Stationen anwendbar.

Zusammenhänge

Jeder Verweis nennt seine Art. „Vorläufer“ allein wäre eine Behauptung.

  1. ErmöglichtBaudot Multiplex1874Die französische Telegrafenverwaltung schickte Baudot vier Monate lang auf einen Lehrgang am Hughes-Apparat. Sein Drucktelegraf von 1874 übernimmt dessen Druckwerk, dazu Meyers Verteiler von 1871 und den Fünferschritt-Code.Beleg: Fons Vanden Berghen, Émile Baudot (1845-1903), his life and his telegraph, Part 1 (PDF)

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