Siphon Recorder

1870 · Siphon Recorder · Werk 138 von 1.871

Siphon Recorder, 1870, Siphon Recorder

A Thomson siphon recorder in the cable station at Heart's Content, its fine glass siphon trailing wavy marks on a moving tape between the poles of a large horseshoe magnet, tape spools turning.

Wofür es benutzt wurde
Empfangsgerät in den Kabelstationen. Das Science Museum führt ein Exemplar von 1870, gebaut von James White & Co. in Glasgow, 53 Kilogramm schwer, benutzt von der Eastern Telegraph Company in Ägypten und später in Indien. Vor ihm brauchte der Spiegelgalvanometer zwei Mann, wie atlantic-cable.com schreibt: einen mit ruhigem Auge zum Ablesen und Ansagen, einen zum Mitschreiben. Der Recorder zog eine Wellenlinie auf laufenden Papierstreifen; nach dem Merkblatt der Telegraph Construction and Maintenance Company (frühes 20. Jahrhundert) bedeutete ein Ausschlag über der Nulllinie einen Punkt, einer darunter einen Strich. Dasselbe Merkblatt nennt Arbeitsgeschwindigkeiten von etwa 45 Wörtern je Minute, mit verbessertem Vibrator 100 bis 120, auf den längsten Kabeln unter 20.
Was daran neu war
Nicht das Lesen schwacher Kabelzeichen war neu - das leistete Thomsons eigener Spiegelgalvanometer seit 1858 -, sondern der Beleg: ein Papierstreifen, der ohne ständige Bewachung entstand, später abgeschrieben und bei Rückfragen aus der Ablage geholt werden konnte. Patentiert 1867, in allgemeinem Gebrauch in den 1870er Jahren; die erste Vorführung in England fand nach der Illustrated London News vom 2. Juli 1870 am 23. Juni 1870 bei John Pender in London statt, mit Zeichen aus Bombay. Der Widerhaken: Thomson beriet die Kabelgesellschaften und patentierte zugleich, was sie danach lizenzieren mussten; atlantic-cable.com nennt diese Politik als Grund, dass er sehr wohlhabend wurde. Die Tinte musste jahrelang elektrisch aufgeladen werden, und das Merkblatt räumt ein, klimatische Einflüsse hätten die Nachteile dieses Verfahrens stark vergrößert.

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