Telefontornet

1887 · Telephone Tower · Werk 145 von 1.871

Telefontornet, 1887, Telephone Tower

The Stockholm telephone tower rising from a city rooftop, an iron lattice cage with four corner spires carrying thousands of bare wires that fan out over the surrounding streets to the house gables.

Wofür es benutzt wurde
Der Turm war kein Sender, sondern ein Kabelverteiler auf einem Dach. Auf der neuen Vermittlungsstelle der Stockholms Allmänna Telefonaktiebolag an der Malmskillnadsgatan stand ein eisernes Gerüst, von dem nach Angabe von Ericsson und des schwedischen Järnvägsmuseet 4.000 Telefondrähte über die Dächer der Innenstadt führten. Benutzt haben ihn nicht die Teilnehmer, sondern die Gesellschaft: er trug die Drähte, und Ericsson nennt sie besonders empfindlich gegen Witterung und Beschädigung. Getragen wurde die Anlage von Henrik Tore Cedergrens Gesellschaft, deren erklärtes Ziel ein Telefon in jedem Haushalt war. Ericsson zählt für die Zeit 4.832 Teilnehmer und rund 5.000 Kilometer Leitung in Stockholm.
Was daran neu war
Neu war Dichte, nicht Reichweite. Der Turm löste ein Problem, das nur ein erfolgreiches Telefonunternehmen hat: wie man Tausende einzelner Freileitungen in einem Haus zusammenführt, solange mehrpaariges Erdkabel nicht praktisch verfügbar ist. Eine Erfindung war er nicht; das Järnvägsmuseet beansprucht für die Station, die größte ihrer Art gewesen zu sein, und für Stockholm die damals höchste Telefondichte der Welt. Der Widerhaken ist die Dauer. Nach Ericssons Darstellung lagen die Netze 1913 unter der Erde - der Turm war also binnen eines Arbeitslebens funktionslos - und stand dann noch vierzig Jahre, zuletzt als Träger einer Uhr. Er brannte am 23. Juli 1952 und wurde 1953 abgerissen; das Stadsmuseum Stockholm schreibt nur, er sei nach einem Brand 1952 abgerissen worden. Nach späteren Darstellungen brach das Feuer im Radiolaboratorium des Televerket unter dem Turm aus.

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