Walter Press

1866 · Rotary Printing Press · Werk 160 von 1.871

Walter Press, 1866, Rotary Printing Press

The Walter press in the printing house of The Times, curved stereotype plates clamped to the rotating cylinders while a continuous paper reel unwinds through the nip and cut sheets fall into the delivery.

Wofür es benutzt wurde
Die Times baute ihre Rotationsmaschine in der eigenen Druckerei, statt sie bei einem Maschinenbauer zu kaufen. Die Bahn lief von der Rolle, wurde angefeuchtet, oben auf der Vorderseite und unten auf der Rückseite bedruckt, dann geschnitten und abgelegt. Jede Rolle war nach John Southwards Fachbuch rund 8.000 Yards lang — über vier Meilen — und wog 800 Pfund. Die Leistung wird mit 12.000 beidseitig bedruckten Exemplaren in der Stunde angegeben. Bei der Times blieb die Bauart bis 1895 im Dienst; benutzt haben sie nach Robert Hoe drei Zeitungen: die Times, die Londoner Daily News und die New York Times.
Was daran neu war
Der Rollendruck war nicht neu. William Bullocks amerikanische Patentschrift Nr. 38.200, erteilt am 14. April 1863, beansprucht in Anspruch 1 die Papierzuführung "from a continuous roll or web" und verbindet in Anspruch 5 Zuführwalze und Schneidzylinder. Neu war die Zuverlässigkeit: Bullocks Maschine wurde nach Robert Hoe in mehreren Betrieben aufgestellt und wieder abgelehnt, "because of its unreliability", ehe sie, so Hoe, schließlich so weit verbessert war, dass sie in beträchtlichem Umfang in Gebrauch kam; die Walter Press stapelte gleich große Zylinder übereinander und fuhr damit Nacht für Nacht die Auflage einer Weltzeitung. Auch die Jahreszahl ist unscharf: Hoe schreibt "about 1868", das Science Museum datiert sein Modell auf 1868, Southward setzt die Fertigstellung auf 1869, die japanische Nationalbibliothek auf 1866. Der Preis war das Papier — nach Hoe verlangte die Presse ein sehr festes und teures Papier, das sich die billige Tagespresse nicht leisten konnte.

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