Comet

1812 · Clyde Paddle Steamer · Werk 163 von 1.871

Comet, 1812, Clyde Paddle Steamer

Henry Bell's Comet steaming on the Clyde off Helensburgh, tall funnel doubling as a mast carrying a square sail, two small paddle wheels on each side, rowing boats nearby.

Wofür es benutzt wurde
Henry Bell nahm die Comet im August 1812 auf dem Clyde in Dienst (HES: ab 15. August; Grace's Guide: erste Fahrt mit zahlenden Passagieren am 8. August), zwischen Glasgow, Greenock und Helensburgh. Die Anzeige warb "FOR PASSENGERS ONLY"; die beste Kajüte kostete vier Shilling, die zweite drei. Der eigentliche Zweck lag an Land: Bell und seine Frau betrieben in Helensburgh die Salzwasserbäder und das Baths Hotel, und er baute daneben einen kleinen Pier für die Gäste. Auf der Probefahrt am 6. August 1812 lief das Schiff nach Grace's Guide die 24 Meilen vom Broomielaw nach Greenock mit fünf Meilen in der Stunde gegen den Wind; die Reise Helensburgh–Glasgow sank von etwa zwölf Stunden auf dreieinhalb. Der 1825 gesunkene Dampfer gleichen Namens (62 Tote nach HES, rund 73 nach Scottish Shipwrecks) war ein Nachfolgebau, nicht dieses Schiff.
Was daran neu war
Neu war nicht der Dampfantrieb — Fulton fuhr fünf Jahre früher, Symington neun —, sondern dass hier ein Dampfschiff in Europa einen Fahrplan hielt und sich dabei trug: unabhängig von Wind und Gezeiten, wo Reisende vorher auf Segelboote warteten. Historic Environment Scotland stuft die Comet als erstes kommerzielles Dampfschiff Europas ein. Wie stark die Maschine war, ist strittig: Die Angaben schwanken zwischen drei und vier nominellen Pferdestärken, und das Science Museum, das die Originalmaschine besitzt, nennt in seiner Objektbeschreibung gar keine. Ab September 1819 setzte Bell das Schiff auf der offenen Westküste nach Fort William ein, wofür es nach dem Urteil des Science Museum "not powerful enough" war; am 19. Dezember 1820 (so HES; Grace's Guide: 15. Dezember) zerbrach es an Craignish Point. Die Maschine wurde geborgen und trieb danach eine Fabrik an.

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